Ein Roman mit Bullerbü-Atmosphäre
Schon nach kurzer Lektürezeit kam mir der Begriff „Bullerbü-Atmosphäre“ in den Sinn. Die gesamte Geschichte ist für mich zu naturnah und idyllisch angelegt, weshalb sie schlichtweg unglaubwürdig ist. Der Autor hat sich von dem existierenden Bücherdorf Redu in der belgischen Provinz inspirieren lassen. Dort gibt es tatsächlich gemessen an der nur mehrere Hundert zählenden Einwohnerschaft eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Buchantiquariaten. Hinzu erfunden hat er dann die junge Marie, die, belastet durch persönliche Probleme, aus ihrer Heimat Paris flieht und durch eine Reisebekanntschaft nach Redu gelang, wo sie binnen kürzester Zeit zu einer Art beste Freundin und Kümmerin für eine Handvoll Dorfbewohner nebst Hund wird und rasch die Hektik der Großstadt für einen Neuanfang auf dem Dorf hinter sich lässt. Für eine Entschleunigung des Lebens ist dieses Dorf auch geradezu prädestiniert, weil es dort nur eine Stunde am Tag Internet gibt.
Für mich war alles zu vorhersehbar und rosarot gezeichnet. Probleme lösten sich binnen kürzester Zeit auf, als hätte das Dorf nur auf Marie gewartet. Statt einer fortschreitenden Handlung wurden die immer selben Probleme immerfort bis zum Extenso erörtert. Gestört habe ich mich oft an merkwürdigen Bezeichnungen für die Romanfiguren – von Marie war oft als „die junge Französin“ die Rede, von Jonyna als „die Isländerin“, von Thomas als „der Bäcker“.
Mich konnte das Buch nicht verzaubern.
Für mich war alles zu vorhersehbar und rosarot gezeichnet. Probleme lösten sich binnen kürzester Zeit auf, als hätte das Dorf nur auf Marie gewartet. Statt einer fortschreitenden Handlung wurden die immer selben Probleme immerfort bis zum Extenso erörtert. Gestört habe ich mich oft an merkwürdigen Bezeichnungen für die Romanfiguren – von Marie war oft als „die junge Französin“ die Rede, von Jonyna als „die Isländerin“, von Thomas als „der Bäcker“.
Mich konnte das Buch nicht verzaubern.