Eine Hommage an die Buchhändler
Mit „Mathilde und Marie“ hat Torsten Woywod einen warmherzigen, tiefgründigen Roman geschrieben, der vor allem eines ist: eine liebevolle Hommage an Bücher, Buchhandlungen und die Menschen, die sie mit Leben füllen. Nicht umsonst widmet der Autor sein Buch – wie er im Vorwort schreibt – den unabhängigen Buchhändlern dieser Welt. Allein diese Widmung macht neugierig und trifft einen Nerv.
Der Roman spielt im belgischen Bücherdorf Redu, einem kleinen Ort in den Ardennen mit gerade einmal 390 Einwohnern – und beeindruckenden 13 Buchläden. Schon diese Vorstellung übt eine enorme Anziehungskraft aus. In dieser besonderen Umgebung erzählt Woywod die Geschichte der Isländerin Jonina, die seit über 30 Jahren eine Buchhandlung in Redu betreibt. Auf einer Zugfahrt lernt sie die Französin Marie kennen, die nach einem schweren Schicksalsschlag auf der Suche nach Abstand und Ruhe ist. Spontan lädt Jonina sie ein, einige Zeit bei ihr in Redu zu verbringen.
Für Marie, die aus Paris kommt, wirkt das Leben dort zunächst wie ein Kulturschock: nur eine Stunde Internetzugang am Tag, kein Fernseher, viel Stille. Was anfangs kaum vorstellbar erscheint, wird für sie jedoch zunehmend zu einer Wohltat. Marie beginnt, das entschleunigte Leben zu genießen, lernt die Dorfgemeinschaft kennen, liest viel, führt intensive Gespräche über Literatur und unternimmt ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur rund um Redu. Dabei findet sie nicht nur Ruhe, sondern auch einen neuen Zugang zu sich selbst.
Eine besondere Rolle spielt die Begegnung mit Mathilde – einer alten, zurückgezogen lebenden Frau, die sich von der Dorfgemeinschaft weitgehend abgeschottet hat. Trotz ihrer Verschlossenheit kreuzen sich die Wege der beiden Frauen immer wieder bei Spaziergängen im Wald. Aus vorsichtigen Begegnungen entwickelt sich langsam eine leise, behutsame Freundschaft. Erst nach und nach wird deutlich, wie viel die beiden miteinander verbindet – mehr, als es zunächst den Anschein hat.
„Mathilde und Marie“ ist ein Roman über die verbindende Kraft von Büchern und Geschichten, über Gemeinschaft, Achtsamkeit und darüber, wie Orte und Menschen heilen können. Besonders beeindruckend ist Torsten Woywods Sprache: Die Naturbeschreibungen während Maries Spaziergänge sind eindrucksvoll und atmosphärisch, die Dialoge tiefgründig und feinfühlig. In jeder Zeile spürt man die große Liebe des Autors zum Buch und zum Buchhandel – und zu den Menschen, die beides bewahren.
Überraschend und schön ist zudem die Erkenntnis, dass es das Bücherdorf Redu tatsächlich gibt. Während der Lektüre wünscht man sich mehr als einmal, selbst durch die kleinen Gassen zu schlendern, Buchläden zu entdecken und Teil dieser achtsamen Gemeinschaft zu sein. Die respektvolle, wertschätzende Art, wie die Menschen in Redu miteinander umgehen, wirkt wohltuend und inspirierend.
Abgerundet wird der Roman durch ein wunderschön gestaltetes Cover, das perfekt zur Atmosphäre der Geschichte passt. „Mathilde und Marie“ ist ein leises, kluges und sehr berührendes Buch – und eine echte Freude für alle, die Bücher lieben. Ich freue mich sehr, dass dieses Buch nun einen festen Platz in meinem Regal gefunden hat.
Der Roman spielt im belgischen Bücherdorf Redu, einem kleinen Ort in den Ardennen mit gerade einmal 390 Einwohnern – und beeindruckenden 13 Buchläden. Schon diese Vorstellung übt eine enorme Anziehungskraft aus. In dieser besonderen Umgebung erzählt Woywod die Geschichte der Isländerin Jonina, die seit über 30 Jahren eine Buchhandlung in Redu betreibt. Auf einer Zugfahrt lernt sie die Französin Marie kennen, die nach einem schweren Schicksalsschlag auf der Suche nach Abstand und Ruhe ist. Spontan lädt Jonina sie ein, einige Zeit bei ihr in Redu zu verbringen.
Für Marie, die aus Paris kommt, wirkt das Leben dort zunächst wie ein Kulturschock: nur eine Stunde Internetzugang am Tag, kein Fernseher, viel Stille. Was anfangs kaum vorstellbar erscheint, wird für sie jedoch zunehmend zu einer Wohltat. Marie beginnt, das entschleunigte Leben zu genießen, lernt die Dorfgemeinschaft kennen, liest viel, führt intensive Gespräche über Literatur und unternimmt ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur rund um Redu. Dabei findet sie nicht nur Ruhe, sondern auch einen neuen Zugang zu sich selbst.
Eine besondere Rolle spielt die Begegnung mit Mathilde – einer alten, zurückgezogen lebenden Frau, die sich von der Dorfgemeinschaft weitgehend abgeschottet hat. Trotz ihrer Verschlossenheit kreuzen sich die Wege der beiden Frauen immer wieder bei Spaziergängen im Wald. Aus vorsichtigen Begegnungen entwickelt sich langsam eine leise, behutsame Freundschaft. Erst nach und nach wird deutlich, wie viel die beiden miteinander verbindet – mehr, als es zunächst den Anschein hat.
„Mathilde und Marie“ ist ein Roman über die verbindende Kraft von Büchern und Geschichten, über Gemeinschaft, Achtsamkeit und darüber, wie Orte und Menschen heilen können. Besonders beeindruckend ist Torsten Woywods Sprache: Die Naturbeschreibungen während Maries Spaziergänge sind eindrucksvoll und atmosphärisch, die Dialoge tiefgründig und feinfühlig. In jeder Zeile spürt man die große Liebe des Autors zum Buch und zum Buchhandel – und zu den Menschen, die beides bewahren.
Überraschend und schön ist zudem die Erkenntnis, dass es das Bücherdorf Redu tatsächlich gibt. Während der Lektüre wünscht man sich mehr als einmal, selbst durch die kleinen Gassen zu schlendern, Buchläden zu entdecken und Teil dieser achtsamen Gemeinschaft zu sein. Die respektvolle, wertschätzende Art, wie die Menschen in Redu miteinander umgehen, wirkt wohltuend und inspirierend.
Abgerundet wird der Roman durch ein wunderschön gestaltetes Cover, das perfekt zur Atmosphäre der Geschichte passt. „Mathilde und Marie“ ist ein leises, kluges und sehr berührendes Buch – und eine echte Freude für alle, die Bücher lieben. Ich freue mich sehr, dass dieses Buch nun einen festen Platz in meinem Regal gefunden hat.