Kitschig
Die Buchbeschreibung und die Leseprobe klangen vielversprechend, doch leider hat mich das Buch nicht abgeholt. Ich habe mir eine ruhige und vor allem beruhigende Leseerfahrung erhofft, doch stattdessen habe ich mich regelmäßig über den Kitsch und die überzogenen großen Worte aufgeregt. Die Protagonistin kommt durch eine Zufallsbegegnung in das Bücherdorf Redu und verändert dieses samt der Einwohner:innen von Sekunde eins, ohne groß etwas dafür zu tun. Auch Mathilde wird von der Art Maries (einfach nett sein) urplötzlich verändert und viel fröhlicher. Die Dialoge wirkten leider sehr unnatürlich und an den meisten Stellen trieften sie vor kitschiger Philosophie. Beim Lesen fand ich das leider etwas unangenehm. Die Liebe zu Bücher und die Magie von Geschichten, die der Autor vermitteln wollte, sind dennoch rübergekommen. Als Kurzgeschichte hätte mir die Handlung besser gefallen.