langsam und höflich ist es in dem Ort

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linda.konig12 Avatar

Von

Mathilde und Marie“
Von Torsten Woywod

Dieses Buch ist eine Liebe an das Lesen, eine Liebe an all die unabhängigen Buchhandlungen und eine Liebe an die Freundschaft. Und es ist eine ganz tolle Darstellung, wie Menschen positiv miteinander umgehen können, sich verändern können und auch liebevoll und wertschätzen miteinander sprechen.

Dieses Buch funktioniert ganz wunderbar, wenn man die Geschichte dazu kennt, wenn man Torsten Woywod getroffen hat, seine Ideen, seine Absicht gehört hat und von seinen Buchreisen erfahren hat.
Ihr solltet auf eine Lesung von ihm gehen. Es wird ein wunderbarer Abend, versprochen.

Ich habe das Gefühl, Torsten hat sich mit diesem Buch ein Zuhause geschrieben. Eine Geschichte zum Eintauchen und Vergessen. Es ist eine Liebeserklärung an die Menschen, die er an den Orten kennenlernen durfte.
Er möchte Danke sagen, an all die Kraft, die Bücher und der Ort Redu ihm gegeben haben.

Für mich funktioniert nicht alles an diesem Buch. Die Sprache, die Dialoge der Figuren sind mir manchmal zu aufgesetzt, zu höflich. Und somit finde ich nicht so gut in die Geschichte rein. Es erscheint mir fast unwirklich und zu „gespielt“ und dadurch nehme ich die Geschichte nicht an. Es ist bestimmt ein bewusstes Mittel, um das „aus der Zeit gefallen“ des Ortes darzustellen. Mir wird die Geschichte dadurch zu sehr präsentiert und nicht gut erzählt…aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

Und wenn durch dieses Buch Menschen etwas Stille finden können, schöne Lesestunden haben und die Bücherdörfer überleben werden, ist alles erreicht. Torsten Woywod möchte mit seiner Geschichte trösten und einkuscheln, respektvollen Umgang darstellen, und das ist ihm gelungen.