Leise Geschichte zu Achtsamkeit und Entschleunigung

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gisel Avatar

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Die junge Französin Marie lässt nach dem Tod ihrer Mutter kurz entschlossen ihr Leben in Paris hinter sich und landet in Redu, einem kleinen Bücherdorf mitten in den belgischen Ardennen. Hier gibt es lediglich einen Fernseher, das Internet ist nur eine Stunde am Tag verfügbar, dafür aber jede Menge Buchhandlungen und vor allem Natur pur. Zunächst ist das für Marie sehr seltsam, doch bald schon findet sie zur Ruhe und zu sich selbst...

Das Buch mutet an wie ein modernes Märchen, allerdings tatsächlich in einem real existierenden Ambiente: Das Bücherdorf Redu gibt es wirklich, hier wird die Geschichte von Marie und den Bewohnern des Dorfes hinein projiziert. Während ich mich heute mit dem Wohlfühlroman nicht ganz so wiedergefunden habe, kann ich mich daran erinnern, dass es eine Zeit gab in meinem Leben, als ich genau solche modernen Märchen brauchte und sie sehr gerne gelesen habe. Da mussten die Charaktere auch nicht wirklich tiefgründig erörtert werden, was mich gerade heute interessiert. Die Geschichte ist sehr ruhig erzählt, sie lässt sich Zeit zum Entwickeln, ja zum Entschleunigen.

Wer auf der Suche ist nach einer leisen Geschichte mit vielen Gelegenheiten zum weiteren Nachdenken, ist hier genau richtig. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.