Leise Wege zueinander

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kat.d. Avatar

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Mathilde und Marie von Torsten Woywod erzählt eine ruhige Geschichte über zwei Frauen, die eher zufällig in einem besonderen Ort aufeinandertreffen. Marie flieht erschöpft aus Paris und landet im belgischen Bücherdorf Redu, wo sie auf die zurückgezogen lebende Mathilde trifft. Zwischen Skepsis, Gesprächen und gemeinsamen Wegen entsteht langsam Nähe.

Die große Stärke des Romans ist seine Atmosphäre. Redu wirkt entschleunigt, naturverbunden und voller Bücherliebe. Die Handlung bleibt bewusst leise, fast ereignislos, was gut zur Stimmung passt, aber Geduld verlangt. Manche Dialoge wirken etwas künstlich, und die Botschaft vom Innehalten wird sehr deutlich ausgespielt.

Trotzdem bleibt das Buch angenehm im Gedächtnis. Wer ruhige Geschichten mag, die mehr über Stimmung als über Handlung funktionieren, wird sich hier gut aufgehoben fühlen.