Nachdenklich und leise

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blubbi12 Avatar

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Mathilde und Marie von Thorsten Woywoud ist ein ruhiges, nachdenkliches Buch. Es spielt in dem kleinen, sehr abgeschiedenen belgischen Dorf Redu, das als Bücherdorf bekannt ist. Wer dort schon einmal durchgefahren ist, weiß, wie abgelegen diese Gegend ist – man merkt sofort, dass dort alles langsamer ist. Genau dieses Dorfleben und die Natur drumherum entdeckt auch Marie, die neu nach Redu kommt.

Die Geschichte ist sehr ruhig geschrieben, sehr achtsam, fast vorsichtig. Der Schreibstil bringt einen immer wieder ins Nachdenken. Das was sonst oft unausgesprochen bleibt, wird hier ausgesprochen. Es geht um Gefühle im jeweiligen Moment, um Wahrnehmung, um das, was gerade da ist.

Bücher spielen eine große Rolle, aber nicht nur als Unterhaltung. Zwischen den Seiten finden sich Briefe und Gedichte, die das Ganze persönlicher machen.

Für mich ist Mathilde und Marie eine ruhige Form von Unterhaltung, eher für nachdenkliche Leser. Besonders schön fand ich die Freundschaften, die sich im Laufe des Buches entwickeln, und wie Marie nach und nach den Wald und die Natur für sich entdeckt.