Von der Schönheit der kleinen Dinge

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Das ist ein schöner, ein entschleunigender Roman.

Er handelt von der jungen Französin Marie, die wegen persönlichen Kummers kurzerhand Paris mit unbekanntem Ziel verlässt.
Brüssel, die Stadt in der sie vorerst „landet“, ist genauso hektisch und laut wie Paris und Marie steigt in eine untergeordnete Regionalbahn. Dort wird sie von einer älteren Frau, von Jónína, angesprochen und gerät mit ihr in ein angenehmes und wohltuendes Gespräch.

Weil sie Vertrauen zu der Frau fasst und sowieso ziellos ist, folgt sie ihrer Einladung, steigt mit ihr aus und fährt mit ihr in das kleine Bücherdorf Redu. Sie darf im kleinen Gästehaus von Jónína wohnen, die einen kleinen Buchladen besitzt.

Nur langsam kommt Marie mit der Stille und Einfachheit in diesem Ort klar. Aber dann erschließt sich ihr die gesamte Schönheit der Natur und des einfachen Lebens.

Und darum geht es im Grunde in diesem Buch. Um die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenhalt, um die Freude an den alltäglichen kleinen Dingen.

Marie macht im weiteren Verlauf eine erstaunliche, positive Entwicklung durch. Sie befreundet sich mit Mathilde, ihrer anfangs in sich gekehrten Nachbarin.

Das Buch verströmt beim Lesen Ruhe, Gemütlichkeit und ein wunderbares Gefühl für die Natur. Der Schreibstil ist bedacht und zugewandt. Die Handlung und die Protagonisten werden mit viel Poesie beschrieben.

Im Nachwort erfahre ich, dass es das Bücherdorf Redu, wie weitere andere auch, tatsächlich gibt. Wer mag, kann es sich anschauen.

Ein Buch für ruhige, besinnliche Stunden.