von Paris in die Ardennen

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
aurelia23 Avatar

Von

"Mathilde und Marie" erzählt die Geschichte von der in Paris unglücklichen Studentin Marie die durch Zufall ins idyllische belgische Bücherdorf Redu gelangt und dort ein neues zu Hause im Kreise der leicht verschrobenen Dorfgemeinschaft findet.

Soweit, so gut...wirklich positiv aufgefallen sind mir die schönen Naturbeschreibungen, die verschiedenen Düfte und Gerüche der unterschiedlichen Jahreszeiten, Petrichor und Weissdornduft, Amselgesang und Schmetterlingstanz. Da habe ich mich beim Lesen ganz schnell in dieses abgeschiedene Dorf mit nur einer Stunde Internet am Tag und viel Ruhe und Entschleunigung (oh wie sehr ich diesen Modebegriff doch hasse) gewünscht.

Leider ist die Handlung sehr dürftig und ohne jegliche Spannung - das "große" Geheimnis um Mathilde entpuppt sich als ziemlich unspektakulär und Marie bleibt obwohl sie eine Protagonistin ist gänzlich blass und unnahbar.
Was mich aber am allermeisten bei der Lektüre gestört hat, waren die wirklich arg hölzernen Dialoge. Niemand spricht so! Und damit wurde dem wirklich zauberhaften Setting für mich jeglicher Reiz gestohlen, schade.