Wie eine Decke
Als das Jahr beginnt und die Weltlage wieder einmal schwierig ist, greife ich zu „Mathilde und Marie“ von Torsten Woywood. Der Mann, der extra mit seiner Partnerin einen Verlag gründete, um „Leonard und Paul“ herauszugeben, hat gerade seinen ersten Roman veröffentlicht. Da ich das Buch mit seinen liebenswürdigen Charakteren und seiner Atmosphäre sehr mochte, war ich nun sehr neugierig, wie Woywood seine literarische Leidenschaft in einen eigenen Roman übertragen konnte.
Und darum geht es: Die junge Französin Marie lässt Paris hinter sich und landet im belgischen Bücherdorf Redu. Zwischen Antiquariatenn, schmalen Gassen und einer überschaubaren Dorfgemeinschaft beginnt sie, sich ein neues Leben aufzubauen. Besonders die Begegnung mit der zurückgezogenen Mathilde wird entscheidend: Maries Offenheit und Neugier bringen Bewegung in Mathildes festgefahrenden Alltag und verändern nach und nach auch das soziale Gefüge des Ortes.
Torsten Woywood erzählt eine leise Geschichte über Ankommen und Veränderung. Hier finden keine großen Konflikte oder dramatischen Wendungen statt. Stattdessen konzentriert er sich auf Stimmungen, Begegnungen und kleine Verschiebungen im Alltag. Fast selbst zur Figur wird dabei Redu, das Bücherdorf. Ein Ort der Bücher, der Ruhe und der zweiten Chancen.
Die Stärke des Buches liegt in der Atmosphäre. Woywood beobachtet genau, wie vorsichtige Annäherung zwischen Menschen entsteht und wie selbst verschlossene Figuren langsam Vertrauen fassen. Für mich war dabei Mathilde die interessantere der beiden Hauptfiguren. Ihre innere Starre und ihr allmähliches Öffnen wirken glaubwürdig und ist unaufgeregt erzählt.
Wer einen spannungsgetriebenen Roman erwartet, wird hier nicht fündig. „Mathilde und Marie“ richtet sich an Leser*innen, die ruhige Stoffe mögen, in denen es um Gemeinschaft, Neubeginn und die Kraft des Alltäglichen geht.
Für mich war es zu diesem Zeitpunkt wie eine warme Decke. Zu Beginn war ich von der Langsamkeit der Erzählung eher nicht überzeugt. Auch Sprachliches nervte. Warum zum Beispiel wird Jónina, die vor 32 Jahren in das Dorf zieht, permanent als „die Isländerin“ bezeichnet, während Marie „die junge Französin“ ist. Ja, hier ist das Buch nicht unbedingt literarisch. Und das Konstrukt scheint durch, man sieht, wie Woywood hier beliebte Zutaten „Bücherdorf“, „Bücherfest“, „Erinnerungen“, „Naturbeschreibungen“ etc. zusammenrührt. Zuerst war ich davon nicht unbedingt angetan. Doch ist das falsch, wenn es funktioniert? Denn je länger ich las, umso mehr tat mir dieses Buch gut. Und es funktionierte – wie eine warme Decke.
Und darum geht es: Die junge Französin Marie lässt Paris hinter sich und landet im belgischen Bücherdorf Redu. Zwischen Antiquariatenn, schmalen Gassen und einer überschaubaren Dorfgemeinschaft beginnt sie, sich ein neues Leben aufzubauen. Besonders die Begegnung mit der zurückgezogenen Mathilde wird entscheidend: Maries Offenheit und Neugier bringen Bewegung in Mathildes festgefahrenden Alltag und verändern nach und nach auch das soziale Gefüge des Ortes.
Torsten Woywood erzählt eine leise Geschichte über Ankommen und Veränderung. Hier finden keine großen Konflikte oder dramatischen Wendungen statt. Stattdessen konzentriert er sich auf Stimmungen, Begegnungen und kleine Verschiebungen im Alltag. Fast selbst zur Figur wird dabei Redu, das Bücherdorf. Ein Ort der Bücher, der Ruhe und der zweiten Chancen.
Die Stärke des Buches liegt in der Atmosphäre. Woywood beobachtet genau, wie vorsichtige Annäherung zwischen Menschen entsteht und wie selbst verschlossene Figuren langsam Vertrauen fassen. Für mich war dabei Mathilde die interessantere der beiden Hauptfiguren. Ihre innere Starre und ihr allmähliches Öffnen wirken glaubwürdig und ist unaufgeregt erzählt.
Wer einen spannungsgetriebenen Roman erwartet, wird hier nicht fündig. „Mathilde und Marie“ richtet sich an Leser*innen, die ruhige Stoffe mögen, in denen es um Gemeinschaft, Neubeginn und die Kraft des Alltäglichen geht.
Für mich war es zu diesem Zeitpunkt wie eine warme Decke. Zu Beginn war ich von der Langsamkeit der Erzählung eher nicht überzeugt. Auch Sprachliches nervte. Warum zum Beispiel wird Jónina, die vor 32 Jahren in das Dorf zieht, permanent als „die Isländerin“ bezeichnet, während Marie „die junge Französin“ ist. Ja, hier ist das Buch nicht unbedingt literarisch. Und das Konstrukt scheint durch, man sieht, wie Woywood hier beliebte Zutaten „Bücherdorf“, „Bücherfest“, „Erinnerungen“, „Naturbeschreibungen“ etc. zusammenrührt. Zuerst war ich davon nicht unbedingt angetan. Doch ist das falsch, wenn es funktioniert? Denn je länger ich las, umso mehr tat mir dieses Buch gut. Und es funktionierte – wie eine warme Decke.