Wohlfühlen im Bücherdorf

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hundeliebhaberin Avatar

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In dem Bücherdorf Redu in den belgischen Ardennen hat die Zeit noch eine ganz andere, nebensächliche Bedeutung. Im Fokus stehen Bücher und das Lebensgefühl - mitten in der Natur, am rauschenden Fluss, umgeben von Anhöhen und mit einer möglichen Stunde Internet am Tag und einem Fernseher.
Torsten Woywod hat einen sehr ruhigen, gelassenen Schreibstil, der die beschriebene Atmosphäre ebenso widerspiegelt und in der Lektüre wirken lässt. So hatte das Buch auf mich tatsächlich eine wohlige, entschleunigende Wirkung, indem ich mir die Umgebung, die Bewohner*innen und das achtsame Lebensgefühl sehr gut vorstellen konnte.
Ich mag, wie die erste Irritation über die Französin Marie, die ins Dorf kommt, sich langsam wendet und sich vor allem zwischen ihr und Mathilde, zunächst zart und dann immer intensiver, eine Beziehung entwickelt, die an Tiefe und Bedeutung gewinnt.

Ein absoluter Wohlfühlroman für gemütliche Lesestunden!