Wundervoll geschrieben

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springtoiffel Avatar

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Als Marie kurzentschlossen aus Paris flieht, landet sie durch eine glückliche Fügung im Bücherdorf Redu. Dort trifft sie auf Mathilde, die mehr mit ihr gemeinsam hat, als es zunächst scheint.

Die Geschichte von Marie und Mathilde wird eher ruhig erzählt. Wundervoll atmosphärische Beschreibungen der Natur machen das Lesevergnügen ganz besonders. Beim Lesen findet man immer wieder zur Ruhe und kann die Atmosphäre richtig einsaugen.
Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Mathilde tritt dabei erst etwas später in den Fokus.
Wer eine aufregende, schnelle Geschichte sucht, sollte das Buch eher nicht lesen. Man muss sich auf die Stille einlassen können. Dennoch gibt es auch Konflikte. Das Thema Trauerbewältigung wurde mir etwas zu viel behandelt, hier hätte ich mir einen anderen Fokus gewünscht.
Ansonsten habe ich aber nichts auszusetzen. Mancher wird das Buch als zu schön geschrieben ansehen, aber man muss sehen, dass viele Monate in Redu erzählt werden und sich der Autor dabei auf die schönen Momente, die Maries und Mathildes Leben verändern, konzentriert hat.

Insgesamt also eine wirklich schöne Lektüre, die leise daherkommt und doch auch nachdenklich stimmt.