zauberhaftes Kleinod

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tilman Avatar

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Inmitten der belgischen Ardennen liegt Redu. Ein kleines Dörfchen mit nicht mal 400 Einwohnern. Hier kommt Marie an. Die junge Französin ist auf der Flucht vom lauten, schnellen Paris und auch vor sich selbst und hat im Zug Jonina und Thomas kennen gelernt und die nehmen sie mit nach Redu. Hier gibt es nur eine Stunde am Tag Internet und sonst ist das Leben hier eben langsamer, bedächtiger, ehrlicher und ruhiger. Brot backen braucht seine Zeit, Papierschöpfen ist eine stille Kunst und Bücher sind wichtig und der Schlüssel zur Seele. Marie lernt all das kennen und sie zögert, hadert und schaut aufs stille Handy, aber immer wieder sieht sie die mürrische Mathilde. Diese wiederum ist argwöhnisch und ihr ist die Fremde ein Dorn im Auge. Aber Redu ist auch ein Ort, wo die Menschen sich verändern, aufwachen, wieder leben und sich auf neue Straßen trauen. Wo führt der Weg von Jonina, Thomas, Mathilde und vor allem von Marie hin?

Torsten Woywod hat ein Kleinod geschaffen, einen Ort zum wohlfühlen und eine Geschichte, die verzaubert. Mit sanften Tönen und einer klugen Sprache, erzählt er die Geschichte und seine Figuren haben viel Platz um sich zu entwickeln und zu entfalten und so kommen wir Leser auch zur Ruhe, in Redu an und ich musste oft Pause machen und nachdenken und ich habe Appetit bekommen und während mein Brotteig im Gärkörbchen ruht, lese ich weiter. Danke für dieses zauberhafte Geschichte, diesen Ort und das Schönste ist, Redu gibt es wirklich und so kann man diesen stillen Ort sogar besuchen. 2026 ist noch so jung, aber das erste große Buch Highlight ist schon da.