zwischen den Zeilen

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bilderreise Avatar

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Mathilde und Marie hat mich mit seiner leisen, konzentrierten Art überrascht und berührt. Ich hatte das Gefühl, dass mir die Geschichte nicht erzählt wird, sondern dass ich mich langsam in sie hineinbewege. Besonders gefallen hat mir, wie viel zwischen den Zeilen geschieht. Die Figuren erklären sich nicht, sie handeln, schweigen, zweifeln und genau dadurch wirken sie sehr nahbar. Die Beziehung zwischen Mathilde und Marie entwickelt sich behutsam und ohne Eile, was ich als wohltuend empfand. Auch das Dorf und die Natur sind spürbar präsent und geben der Handlung eine ruhige Tiefe. Das Cover hat mich schon vor dem Lesen angesprochen, weil es Zurückhaltung und Wärme ausstrahlt und damit genau die Stimmung einfängt, die der Roman später entfaltet. Für mich ist es ein Buch, das Zeit braucht, aber viel zurückgibt. Etwas für die ruhigen Lesetage.