Medea 2.0

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Es ist gerade modern, Geschichten aus der Mythologie neu zu schreiben und gerne aus einer anderen Perspektive zu erzählen - oft auch aus der Ich-Perspektive des Helden bzw. der Heldin. Hier erzählt Medea und man kommt einen Einblick in ihr Innenleben.
Im Großen und Ganzen habe ich mir von diesem Roman mehr versprochen als er dann wirklich für mich hergibt. Die Beziehung zu Jason ist zentrales Thema des Buches. Hier hätte ich mir viel mehr inhaltliche Breite gewünscht, dieses ewige Thema hat mich mit der Zeit leider gelangweilt.
Ich vermisse Wesenszüge aus den Geschichten mit Medea, die man kennt, ist schon weit weg vom Original, was ich schade finde.
Die moderne Erzählweise hat sicher etwas für sich, ich bin aber wohl nicht das Zielpublikum, jedenfalls war es insgesamt kein Roman für mich. Eigentlich schade, griechische Mythologie fand ich immer schon interessant.