Medea verstehen…
Als Kind entdeckt Medea in sich die Macht der Magie und probiert sie im Streit an ihrem Bruder aus. Das Gelingen breitet einen Weg voller Selbstzweifel und Versuchung vor ihr aus. Vom Vater kleingehalten, weil er die Magie seiner Schwester Circe verachtet, vom Bruder gehasst und verleumdet, orientiert sie sich an den Frauen und findet Circe, eine große Lehrmeisterin, die ihr schnell durch Verbannung wieder verweigert wird, eine zu allem schweigende Mutter und die geliebte, jedoch im Zaum gehaltene Schwester Chalkiope.
Medea fühlt sich als Königstochter lebendig begraben und findet einen Hoffnungsschimmer im Auftrag des Vaters, einen Zauber zu vollführen, der das sagenhafte Goldene Vlies vor Räubern bewahren soll. Als sie endlich ihren Platz gefunden zu haben glaubt, enttäuscht sie der Vater erneut und der Bruder begegnet ihr weiterhin mit Verschlagenheit. Keine Nische, nichts hat sich geändert.
So sieht Medea in dem Argonauten Jason einen Leidensgenossen und Verbündeten, der ihr ermöglichen könnte, zu Circe zu gelangen und ihre Ausbildung in Magie fortzusetzen.
Was nun folgt, ist eine Aneinanderreihung von inneren Beschlüssen, die vermeintlich zum Ziel führen sollen, es jedoch verfehlen und dafür neue Konsequenzen ergeben.
Rosie Hewlett erzählt mit ungeheurer Empathie aus Medeas Sicht und reiht sich damit ein in die neue Erzählart der Geschichten der Antike. Sie nimmt den Leser mit in sehr logische, weibliche und zutiefst menschliche Gedankengänge. Ja, es besteht sogar die Möglichkeit, an Medeas Taten die eigenen Lebensentscheidungen zu messen. Hier wird deutlich, inwiefern jeder Mensch die Kakophonie des eigenen Lebens bereitwillig benutzt, um sich mit machtvollen Entschlüssen einen Vorteil zu verschaffen, der ihn nur weiter in Missklänge verstrickt.
So ist der Roman eine interessante weibliche Sicht auf die Argonautengeschichte und zeigt, welche Aktualität bis heute in ihr ruht.
Medea fühlt sich als Königstochter lebendig begraben und findet einen Hoffnungsschimmer im Auftrag des Vaters, einen Zauber zu vollführen, der das sagenhafte Goldene Vlies vor Räubern bewahren soll. Als sie endlich ihren Platz gefunden zu haben glaubt, enttäuscht sie der Vater erneut und der Bruder begegnet ihr weiterhin mit Verschlagenheit. Keine Nische, nichts hat sich geändert.
So sieht Medea in dem Argonauten Jason einen Leidensgenossen und Verbündeten, der ihr ermöglichen könnte, zu Circe zu gelangen und ihre Ausbildung in Magie fortzusetzen.
Was nun folgt, ist eine Aneinanderreihung von inneren Beschlüssen, die vermeintlich zum Ziel führen sollen, es jedoch verfehlen und dafür neue Konsequenzen ergeben.
Rosie Hewlett erzählt mit ungeheurer Empathie aus Medeas Sicht und reiht sich damit ein in die neue Erzählart der Geschichten der Antike. Sie nimmt den Leser mit in sehr logische, weibliche und zutiefst menschliche Gedankengänge. Ja, es besteht sogar die Möglichkeit, an Medeas Taten die eigenen Lebensentscheidungen zu messen. Hier wird deutlich, inwiefern jeder Mensch die Kakophonie des eigenen Lebens bereitwillig benutzt, um sich mit machtvollen Entschlüssen einen Vorteil zu verschaffen, der ihn nur weiter in Missklänge verstrickt.
So ist der Roman eine interessante weibliche Sicht auf die Argonautengeschichte und zeigt, welche Aktualität bis heute in ihr ruht.