Richtig gut erzählt

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tigerbea Avatar

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Medea, in ihrer Kindheit wegen Hexerei von der Schwester getrennt, von der Mutter gemieden und von Vater und Bruder verfolgt und gequält sieht ihre Chance zur Flucht gekommen, als Jason das goldene Vlies einfordert, das ihr Vater vehement beschützt. Sie bietet Jason an, ihm bei den von ihrem Vater auferlegten Prüfungen zu helfen. Es beginnt eine Reise voller Gefahren und Abenteuer.

Mit "Medea - Die Hexe von Kolchis" zeichnet Rosie Hewlett das Bild einer Frau in der griechischen Mythologie nach. Medea, stets als Hexe dargestellt, wird hier menschlich. Denn man erfährt, welch grausame Kindheit sie zu dem gemacht hat, was sie wurde und bekommt hier durch Medeas Augen eine ganz eigene Sichtweise. Denn die Geschichte wird aus Medeas Perspektive erzählt. Dabei wird nichts verschönt, alles bleibt so, wie es war - nur wird der Blickwinkel anders. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam, versetzt sich und ihre Leser gekonnt in die Zeitebene, so daß man fast meint, den Charakteren gegenüber zu stehen. Ihre Charaktere werden lebendig, man bekommt gerade zu Medea einen Bezug und, obwohl ja eigentlich eine böse Hexe, erweckt sie mit ihrem Schicksal Sympathien. Dieses Buch ist perfekt für alle, die sich für griechische Mythologie begeistern können!