Vom Mythos zum Menschen Medea

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gisel Avatar

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Medea ist die Tochter des Königs von Kolchis. Doch sie ist die Einzelgängerin in ihrer Familie, gemieden von Mutter, Bruder und Schwester und ausgenutzt von ihrem Vater. Denn Medea hat ein gefährliches Talent, die Hexerei. Als der Held Jason auftaucht, um das berühmte Goldene Vlies einzufordern, sieht Medea ihre Chance zur Flucht und auf ein freies Leben: Sie hilft Jason bei den Prüfungen für das Vlies, er nimmt sie im Gegenzug mit in die Freiheit. Jason hilft ihr nicht nur, aus Kolchis zu entfliehen, er nimmt sie auch zur Frau. Doch wo anfangs Liebe war, gerät diese zu Verrat und Verzweiflung...

Medeas Geschichte wurde schon des öfteren erzählt. Dieses Buch berichtet die Geschehnisse aus der Sicht Medeas, erzählt von ihren Hoffnungen und Ängsten: “Die Welt hat versucht, mich zum Opfer zu machen, und so wurde ich zur Schurkin”, sagt Medea von sich selbst rückblickend. Das wird sehr eindrücklich erzählt, man fühlt und hofft mit ihr mit, nur um dann ihren “freien Fall ins Nichts” mitzuverfolgen. So erfährt man hinter dem Mythos den Menschen, die Frau Medea.

Diese Adaption eines bekannten Mythos hat mich sehr berührt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.