Weibliche Sicht auf den Medea-Mythos
Eindruck:
In dem doch recht tragischen und düster anmutenden Roman „Medea – Die Hexe von Kolchis“ von Rosie Hewlett geht es um eine Nacherzählung einer Geschichte aus der griechischen Mythologie, in der die titelgebende Frau Medea eine Stimme bekommt, die in vielen klassischen Werken der Literatur nur als wahre Antagonistin auftritt und kaum die Aufmerksamkeit bekommt, die ihr aber durchaus zustehen könnte.
Wir begleiten Medea darin auf ihrem Lebensweg von ihrer Kindheit in Kolchis bis hin ins Erwachsenenalter, ihren Werdegang als Ehefrau und Hexe und dürfen ihre ganz eigene, unverwechselbare Persönlichkeit hautnah miterleben. Hewlett zeigt uns dabei eine Medea, deren verletztes Vertrauen in die Menschen sie Schritt für Schritt in die Einsamkeit treibt und erzählt dennoch nicht einfach den Medea-Mythos nach. Sie konzentriert sich insbesondere auf Medeas ureigene Sichtweise auf ihre Herkunft, ihre Magie und ihre Wünsche und Hoffnungen, während sie doch zwiegespalten zwischen Macht, Verpflichtung und inneren Gefühlen kämpft. Die Autorin schafft es nichtsdestotrotz sehr eindrücklich die wesentlichen Dinge im Leben der Medea aus der Mythologie aufzugreifen, um dem Leser so die Gelegenheit zu geben, doch einiges aus der Mythologie mitzunehmen. Dennoch werden auch moderne Themen, wie die Befreiung aus häuslicher Gewalt und die Emanzipation aus einer toxischen und von Abhängigkeit geprägten Ehe behandelt.
Trotzdem hatte ich während des Leseprozesses immer wieder das Gefühl, dass das Buch an einigen Stellen nicht ganz die Tiefe erreicht, die ich mir dafür gewünscht hätte. Bestimmten Szenen fehlte es meiner Meinung nach an Ausführlichkeit, wodurch sie etwas zu hastig abgehandelt wirkten und anderen fehlte schlicht und einfach die nachvollziehbare Entwicklung. Wo einige Szenen atmosphärisch und berührend waren, wirkten andere dafür umso nüchterner.
Aufmachung:
Die Gestaltung des Buches ist wirklich sehr gut gelungen. Das Cover besticht durch seine Wertigkeit, den wunderschönen Goldverzierungen und die griechisch anmutende Darstellung einer Frau, die wir mit hoher Wahrscheinlichkeit als Medea identifizieren können. Der Klappentext wirkt spannend und macht durchaus neugierig auf den Inhalt und die Entwicklung der Geschichte.
Fazit:
Mich konnte das Buch nicht immer ganz fesseln, obwohl die Figur der Medea durchaus zu faszinieren vermag und die Geschichte an sich auch einen interessanten Einblick in eine weibliche Sichtweise des ansonsten eher männlich geprägten Blickwinkels bietet. Wer also auf eine durchaus gelungene und spannende Lektüre aus ist, die die griechische Mythologie und eine durch und durch weibliche Sicht auf das besagte Thema haben möchte, dem kann ich guten Gewissen „Medea“ ans Herz legen.
In dem doch recht tragischen und düster anmutenden Roman „Medea – Die Hexe von Kolchis“ von Rosie Hewlett geht es um eine Nacherzählung einer Geschichte aus der griechischen Mythologie, in der die titelgebende Frau Medea eine Stimme bekommt, die in vielen klassischen Werken der Literatur nur als wahre Antagonistin auftritt und kaum die Aufmerksamkeit bekommt, die ihr aber durchaus zustehen könnte.
Wir begleiten Medea darin auf ihrem Lebensweg von ihrer Kindheit in Kolchis bis hin ins Erwachsenenalter, ihren Werdegang als Ehefrau und Hexe und dürfen ihre ganz eigene, unverwechselbare Persönlichkeit hautnah miterleben. Hewlett zeigt uns dabei eine Medea, deren verletztes Vertrauen in die Menschen sie Schritt für Schritt in die Einsamkeit treibt und erzählt dennoch nicht einfach den Medea-Mythos nach. Sie konzentriert sich insbesondere auf Medeas ureigene Sichtweise auf ihre Herkunft, ihre Magie und ihre Wünsche und Hoffnungen, während sie doch zwiegespalten zwischen Macht, Verpflichtung und inneren Gefühlen kämpft. Die Autorin schafft es nichtsdestotrotz sehr eindrücklich die wesentlichen Dinge im Leben der Medea aus der Mythologie aufzugreifen, um dem Leser so die Gelegenheit zu geben, doch einiges aus der Mythologie mitzunehmen. Dennoch werden auch moderne Themen, wie die Befreiung aus häuslicher Gewalt und die Emanzipation aus einer toxischen und von Abhängigkeit geprägten Ehe behandelt.
Trotzdem hatte ich während des Leseprozesses immer wieder das Gefühl, dass das Buch an einigen Stellen nicht ganz die Tiefe erreicht, die ich mir dafür gewünscht hätte. Bestimmten Szenen fehlte es meiner Meinung nach an Ausführlichkeit, wodurch sie etwas zu hastig abgehandelt wirkten und anderen fehlte schlicht und einfach die nachvollziehbare Entwicklung. Wo einige Szenen atmosphärisch und berührend waren, wirkten andere dafür umso nüchterner.
Aufmachung:
Die Gestaltung des Buches ist wirklich sehr gut gelungen. Das Cover besticht durch seine Wertigkeit, den wunderschönen Goldverzierungen und die griechisch anmutende Darstellung einer Frau, die wir mit hoher Wahrscheinlichkeit als Medea identifizieren können. Der Klappentext wirkt spannend und macht durchaus neugierig auf den Inhalt und die Entwicklung der Geschichte.
Fazit:
Mich konnte das Buch nicht immer ganz fesseln, obwohl die Figur der Medea durchaus zu faszinieren vermag und die Geschichte an sich auch einen interessanten Einblick in eine weibliche Sichtweise des ansonsten eher männlich geprägten Blickwinkels bietet. Wer also auf eine durchaus gelungene und spannende Lektüre aus ist, die die griechische Mythologie und eine durch und durch weibliche Sicht auf das besagte Thema haben möchte, dem kann ich guten Gewissen „Medea“ ans Herz legen.