Weibliche Wut
Medea kennt man als eine der Schreckgestalten der griechischen Mythologie, als die kaltherzige Hexe, die ihre Familie verriet, um dem Argonauten Iason zu helfen.
Rosie Hewlett erzählt ihre Geschichte in diesem Roman neu und gibt der Figur den Kontext, der benötigt wird, um aus der Hexe eine dreidimensionale Person zu machen.
Von der Kindheit in Kolchis und dem Entdecken ihrer Magie mit Unterstützung ihrer Tante Circe, über die Begegnung mit Iason und den Argonauten, bis hin zum tragischen Höhepunkt ihrer Erzählung wird Medeas Geschichte aus ihrer Sicht erzählt.
Man lernt die Protagonistin als eine einfühlsame Person kennen, die unter der Last ihrer Gabe leidet und ihr Leben lang missverstanden und ausgenutzt wird. Vor allem in der Beziehung zu Iason möchte man sie einfach nur anschreien und ihr die vor Liebe verschlossenen Augen öffnen. Lovebombing, Gaslighting - aus heutiger Sicht lässt sich diese toxische Beziehung so schnell erkennen (vor allem aus der Beobachterperspektive).
Am Ende kann man fast nicht anders, als ihre Handlungen zu rechtfertigen und besonders das letzte Kapitel geht noch einmal direkt ins Herz.
Für mich ist dieses Buch eine der besten Nacherzählungen griechischer Mythologie und ich bin gespannt, welcher Figur die Autorin nach Medusa und Medea als nächstes eine Stimme verleiht.
Rosie Hewlett erzählt ihre Geschichte in diesem Roman neu und gibt der Figur den Kontext, der benötigt wird, um aus der Hexe eine dreidimensionale Person zu machen.
Von der Kindheit in Kolchis und dem Entdecken ihrer Magie mit Unterstützung ihrer Tante Circe, über die Begegnung mit Iason und den Argonauten, bis hin zum tragischen Höhepunkt ihrer Erzählung wird Medeas Geschichte aus ihrer Sicht erzählt.
Man lernt die Protagonistin als eine einfühlsame Person kennen, die unter der Last ihrer Gabe leidet und ihr Leben lang missverstanden und ausgenutzt wird. Vor allem in der Beziehung zu Iason möchte man sie einfach nur anschreien und ihr die vor Liebe verschlossenen Augen öffnen. Lovebombing, Gaslighting - aus heutiger Sicht lässt sich diese toxische Beziehung so schnell erkennen (vor allem aus der Beobachterperspektive).
Am Ende kann man fast nicht anders, als ihre Handlungen zu rechtfertigen und besonders das letzte Kapitel geht noch einmal direkt ins Herz.
Für mich ist dieses Buch eine der besten Nacherzählungen griechischer Mythologie und ich bin gespannt, welcher Figur die Autorin nach Medusa und Medea als nächstes eine Stimme verleiht.