Alles kommt irgendwann ans Licht
In Till Raethers Roman “Meeresdunkel“ treffen zwei deutsche Familien in einer Finca auf Mallorca durch eine Doppelbuchung zusammen. Die Miete ist günstig, denn das Haus ist sehr heruntergekommen, und es regnet durch das Dach, so dass einige Zimmer unbewohnbar sind. Da gerade Hauptsaison ist, können sie nicht umziehen und müssen sich irgendwie arrangieren. Bei den Familien handelt es sich einmal um Henrike mit ihrem Mann Hans, den vierzehnjährigen Zwillingen Finn und Esmé und Henrikes jüngerem Bruder Freddy, zum anderen um Marie, ihren Ehemann Samuel, den achtjährigen Sohn Juri mit seiner Puppe Hedwig, mit der er sich ständig unterhält. Die Gäste treffen auf dem Grundstück mehrfach auf eine alte Frau und finden einen scheinbar verletzten alten Mann auf dem Dachboden. Die Atmosphäre wird von den Gästen zunehmend als bedrohlich empfunden, zumal sich ein Sturm ankündigt, der sie von der Außenwelt abschneidet. Die Kinder haben vor allem auch deshalb Angst, weil sie spüren, dass sich die Erwachsenen ebenfalls nicht wohlfühlen. Dann wird einer von ihnen tot im Haus aufgefunden. Wer hat das alles geplant?
Die Geschichte wird in zahlreichen kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Sicht von drei Personen erzählt: Henrike, Samuel und Juri. In der zweiten Hälfte des Romans gibt es drei Kapitel mit der Überschrift 1995, die einen Bezug zur Vergangenheit herstellen und zeigen, dass die beiden Familien nicht zufällig an diesem Ort aufeinandertreffen. Ich fand den Roman nur teilweise spannend und würde ihn nicht wie der Klappentext als herausragenden Thriller bezeichnen. Dafür gibt es zu viele Längen. Insgesamt wirkt die Geschichte zweier Familien auf mich zu konstruiert und wenig plausibel. Ich hatte mehr erwartet.
Die Geschichte wird in zahlreichen kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Sicht von drei Personen erzählt: Henrike, Samuel und Juri. In der zweiten Hälfte des Romans gibt es drei Kapitel mit der Überschrift 1995, die einen Bezug zur Vergangenheit herstellen und zeigen, dass die beiden Familien nicht zufällig an diesem Ort aufeinandertreffen. Ich fand den Roman nur teilweise spannend und würde ihn nicht wie der Klappentext als herausragenden Thriller bezeichnen. Dafür gibt es zu viele Längen. Insgesamt wirkt die Geschichte zweier Familien auf mich zu konstruiert und wenig plausibel. Ich hatte mehr erwartet.