Das Haus am Rande
Dies ist eines der Bücher, das mich ratlos zurückgelassen hat. Ich wollte es gerne mögen, aber es hat einfach nicht gereicht. Das gewählte Setting mit einem renovierungsbedürftigen Ferienhaus, der Doppelbuchung, dem aufziehenden Unwetter und das die beiden Familien deswegen an das Haus gefesselt sind und sich miteinander arrangieren müssen, hätte eine beklemmende Atmosphäre erzeugen können. Aber diese ist bei mir nicht aufgekommen.
Schon die Grundidee wirkt nur bedingt überzeugend. Denn wer verbringt freiwillig Urlaub in einem Haus, das offensichtlich renoviert werden muss? Ehrlich gesagt finde ich diese Vorstellung ziemlich abstrus. Verständlich wäre es nur, wenn genau diese Region oder dieses Haus ein Alleinstellungsmerkmal aufweist. Diese Besonderheit konnte aber nicht transportiert werden, sodass die Ausgangssituation reichlich unrealistisch erscheint.
Als dann noch eine gefälschte Vermietermail, Eheprobleme, der zu erwachsen wirkende achtjährige Juri mit seiner Puppe und eine alte umhergeisternde Frau hinzukommen, wirkte es auf mich überfrachtet und konstruiert. So bin ich dann auch der stattfindenden Entwicklung eher mit Befremden und einer gewissen Distanz und Zurückhaltung gefolgt. Und je weiter ich las, desto weniger wusste ich, worauf das Ganze hinauslaufen soll.
Gut gewählt fand ich hingegen die Kapiteleinteilung. Sie waren kurz und die Perspektive wechselte ständig. Erzählt wurde aus Sicht von Juri, Samuel und Henrike. Mit dieser Wahl wurde direkt oder indirekt den verschiedenen Familienmitgliedern eine Stimme verliehen. Den Kindern, den Erwachsenen, beiden Familien und Männern wie Frauen. Allerdings empfand ich die Erzählweise stellenweise als gewöhnungsbedürftig, da sie mit abgehackten und zu kurz wirkenden Sätzen gespickt war. Dies war nicht nur irritierend, sondern störte auch den Lesefluss.
Dass keine der beteiligten Personen sympathisch wirkte, ist vermutlich beabsichtigt, sorgte aber auch für eine Distanz ihnen gegenüber. Auch die Auflösung hinterlässt gemischte Eindrücke. Die Motivation einer treibenden und aktiv beteiligten Person ist für mich fragwürdig und nicht nachvollziehbar.
Am stärksten bleibt für mich der Eindruck zurück, dass sich hier die Geschichte wiederholt und Vertuschung auf allen Seiten und mit unterschiedlichen Beweggründen geschieht. Kaum jemand kommt gut weg, und es tun sich bei den hier beteiligten Personen Abgründe auf, die aus ganz verschiedenen Motiven heraus entstehen.
Fazit: Am Ende bleibt ein Thriller, der interessante Ansätze hat, aber für mich weder atmosphärisch noch erzählerisch richtig überzeugt.
Schon die Grundidee wirkt nur bedingt überzeugend. Denn wer verbringt freiwillig Urlaub in einem Haus, das offensichtlich renoviert werden muss? Ehrlich gesagt finde ich diese Vorstellung ziemlich abstrus. Verständlich wäre es nur, wenn genau diese Region oder dieses Haus ein Alleinstellungsmerkmal aufweist. Diese Besonderheit konnte aber nicht transportiert werden, sodass die Ausgangssituation reichlich unrealistisch erscheint.
Als dann noch eine gefälschte Vermietermail, Eheprobleme, der zu erwachsen wirkende achtjährige Juri mit seiner Puppe und eine alte umhergeisternde Frau hinzukommen, wirkte es auf mich überfrachtet und konstruiert. So bin ich dann auch der stattfindenden Entwicklung eher mit Befremden und einer gewissen Distanz und Zurückhaltung gefolgt. Und je weiter ich las, desto weniger wusste ich, worauf das Ganze hinauslaufen soll.
Gut gewählt fand ich hingegen die Kapiteleinteilung. Sie waren kurz und die Perspektive wechselte ständig. Erzählt wurde aus Sicht von Juri, Samuel und Henrike. Mit dieser Wahl wurde direkt oder indirekt den verschiedenen Familienmitgliedern eine Stimme verliehen. Den Kindern, den Erwachsenen, beiden Familien und Männern wie Frauen. Allerdings empfand ich die Erzählweise stellenweise als gewöhnungsbedürftig, da sie mit abgehackten und zu kurz wirkenden Sätzen gespickt war. Dies war nicht nur irritierend, sondern störte auch den Lesefluss.
Dass keine der beteiligten Personen sympathisch wirkte, ist vermutlich beabsichtigt, sorgte aber auch für eine Distanz ihnen gegenüber. Auch die Auflösung hinterlässt gemischte Eindrücke. Die Motivation einer treibenden und aktiv beteiligten Person ist für mich fragwürdig und nicht nachvollziehbar.
Am stärksten bleibt für mich der Eindruck zurück, dass sich hier die Geschichte wiederholt und Vertuschung auf allen Seiten und mit unterschiedlichen Beweggründen geschieht. Kaum jemand kommt gut weg, und es tun sich bei den hier beteiligten Personen Abgründe auf, die aus ganz verschiedenen Motiven heraus entstehen.
Fazit: Am Ende bleibt ein Thriller, der interessante Ansätze hat, aber für mich weder atmosphärisch noch erzählerisch richtig überzeugt.