Ich hatte mehr erwartet

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Es beginnt vielversprechend - ein für 2 Ehepartner erzwungener Urlaub - das ist schon Zündstoff. Wenn dann noch wie hier das Ferienhaus überbucht ist und man es sich mit einer wildfremden Familie teilen muss, das ist der Stoff aus dem Alpträume geschaffen sind. Dann ist das Haus auch noch sanierungsbedürftig und abgeschieden. Und dann stirbt einer der Bewohner. Wird es der letzte sein? Ist noch jemand in der Finca, der alle Protagonisten zusammenhaben wollte?
So weit so gut. Der kurze Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Ich fand diesen aber nicht schlecht. Allerdings fehlt mir das bildhafte. Der Ort und die Urlauber bleiben verschwommen wie auf einem alten Polaroid. Was mir gar nicht gefallen hat, ist, dass die Handlung völlig überfrachtete wurde. Es ist von allem zu viel und die Logik blieb dadurch zurück. Ich konnte verschiedene Handlungen im letzten Drittel nicht nur nicht nachvollziehen, sondern sie waren mir völlig rätselhaft. Man kann das Buch lesen, aber mein Favorit wird es nicht werden.