Mallorcas dunkle Seite
Eine beklemmende Atmosphäre zweier Familien auf Mallorca, die als Schicksalsgemeinschaft aufeinander angewiesen sind. Zwei Familien haben unabhängig voneinander ein Ferienhaus auf Mallorca gebucht. Bei der Ankunft kommt es somit zum ersten großen Missverständnis, doch man arrangiert sich zunächst. Mit der Zeit treten jedoch Probleme zutage, die das Zusammenleben sehr schwierig werden lassen.
Die Charaktere sind gut konstruiert und wirken weitgehend lebensnah. Samuel, der eine Familienvater, war mir allerdings etwas zu glatt und stellenweise zu mechanisch dargestellt. Er wirkte beim Lesen wie eine eher schwierige Persönlichkeit. Mein Lieblingscharakter ist der junge Juri, der Sohn von Samuel und seiner Frau Marie. Er besitzt eine gewisse Altklugheit, die er zusammen mit seiner Puppe Hedwig auslebt, die durch ihn in der dritten Person „zum Leben erweckt“ wird und die Erwachsenen in vielen Situationen mehr als verblüfft zurücklässt.
Die Story an sich bietet viel Potenzial, und eine Grundspannung ist in diesem Roman deutlich spürbar. Allerdings wirkte manches für mich etwas zu konstruiert und trotz der fiktiven Handlung auch stellenweise unglaubwürdig. Auch das Beziehungsgeflecht der Figuren untereinander erschien mir teilweise etwas mechanisch, nach dem Motto: „Jetzt habe ich dich gern – und jetzt nicht mehr.“
Auch wenn ich beim Lesen eine Vorahnung hatte, war ich mit dem Ende einverstanden. Erst gegen Ende der Erzählung löst sich vieles auf, und es wird deutlich klarer, warum bestimmte Figuren so gehandelt haben.
Der Schreibstil des Autors ist direkt und gut lesbar und sorgt für ein authentisches Sprachgefühl. Ich persönlich würde diesen Roman eher als Spannungsroman und weniger als Thriller einordnen, aber das ist meine subjektive Einschätzung. Insgesamt ein Roman mit interessanten Ansätzen, der jedoch etwas mehr Natürlichkeit in Handlung und Figuren vertragen hätte.
7/10 Punkten
Die Charaktere sind gut konstruiert und wirken weitgehend lebensnah. Samuel, der eine Familienvater, war mir allerdings etwas zu glatt und stellenweise zu mechanisch dargestellt. Er wirkte beim Lesen wie eine eher schwierige Persönlichkeit. Mein Lieblingscharakter ist der junge Juri, der Sohn von Samuel und seiner Frau Marie. Er besitzt eine gewisse Altklugheit, die er zusammen mit seiner Puppe Hedwig auslebt, die durch ihn in der dritten Person „zum Leben erweckt“ wird und die Erwachsenen in vielen Situationen mehr als verblüfft zurücklässt.
Die Story an sich bietet viel Potenzial, und eine Grundspannung ist in diesem Roman deutlich spürbar. Allerdings wirkte manches für mich etwas zu konstruiert und trotz der fiktiven Handlung auch stellenweise unglaubwürdig. Auch das Beziehungsgeflecht der Figuren untereinander erschien mir teilweise etwas mechanisch, nach dem Motto: „Jetzt habe ich dich gern – und jetzt nicht mehr.“
Auch wenn ich beim Lesen eine Vorahnung hatte, war ich mit dem Ende einverstanden. Erst gegen Ende der Erzählung löst sich vieles auf, und es wird deutlich klarer, warum bestimmte Figuren so gehandelt haben.
Der Schreibstil des Autors ist direkt und gut lesbar und sorgt für ein authentisches Sprachgefühl. Ich persönlich würde diesen Roman eher als Spannungsroman und weniger als Thriller einordnen, aber das ist meine subjektive Einschätzung. Insgesamt ein Roman mit interessanten Ansätzen, der jedoch etwas mehr Natürlichkeit in Handlung und Figuren vertragen hätte.
7/10 Punkten