Solider Thriller
„Meeresdunkel“ von Till Raether spielt mit einer spannenden Ausgangsidee: Zwei Familien, ein doppelt gebuchtes Ferienhaus auf Mallorca und eine Atmosphäre, die von Anfang an leicht unheimlich wirkt. Besonders gelungen fand ich das Setting der abgelegenen Finca. Das aufziehende Unwetter erzeugte eine dichte, fast beklemmende Stimmung. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, und durch die wechselnden Perspektiven bekommt man Einblicke in die Konflikte und Geheimnisse der Figuren.
Allerdings entwickelt sich die Geschichte weniger zu einem klassischen Thriller, als man zunächst erwarten könnte. Stattdessen stehen zwischenmenschliche Spannungen und Beziehungsprobleme stärker im Fokus. Gegen Ende wird die Handlung zwar deutlich rasanter, wirkt dabei aber teilweise überladen und nicht immer ganz schlüssig aufgelöst. Insgesamt ein atmosphärischer Roman mit interessanter Idee, der für mich jedoch nicht ganz sein volles Potenzial ausschöpft.
Allerdings entwickelt sich die Geschichte weniger zu einem klassischen Thriller, als man zunächst erwarten könnte. Stattdessen stehen zwischenmenschliche Spannungen und Beziehungsprobleme stärker im Fokus. Gegen Ende wird die Handlung zwar deutlich rasanter, wirkt dabei aber teilweise überladen und nicht immer ganz schlüssig aufgelöst. Insgesamt ein atmosphärischer Roman mit interessanter Idee, der für mich jedoch nicht ganz sein volles Potenzial ausschöpft.