Urlaubs thriller

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nicart Avatar

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Meeresdunkel war für mich leider ein Buch, das hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Die Grundidee klang vielversprechend und ich hatte mich auf einen spannenden Roman mit überraschenden Wendungen gefreut. Leider konnte mich die Geschichte über weite Strecken nicht wirklich fesseln.

Vor allem die erste Hälfte des Buches empfand ich als recht zäh. Die Handlung entwickelte sich nur langsam und es passierte lange Zeit wenig, das bei mir echte Spannung erzeugt hätte. Dadurch fiel es mir schwer, eine Verbindung zur Geschichte aufzubauen, und ich habe immer wieder darauf gewartet, dass der Roman endlich an Fahrt aufnimmt.

Positiv überrascht hat mich hingegen die Verbindung zwischen den beiden Familien. Diese Entwicklung hatte ich so nicht erwartet und sie brachte frischen Wind in die Handlung. Das war für mich einer der stärkeren Momente des Buches und sorgte dafür, dass ich neugierig blieb.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte schließlich deutlich an Spannung zu. Die Ereignisse überschlagen sich und einige Fragen werden aufgelöst. Dieser Teil hat mir besser gefallen als der Einstieg, allerdings kam die Spannung für meinen Geschmack etwas zu spät. Da mich die Geschichte bis dahin emotional nicht richtig erreicht hatte, konnte auch das Finale meine Gesamteindruck nicht mehr entscheidend verbessern.

Insgesamt ist Meeresdunkel sicherlich kein schlechtes Buch und ich kann mir vorstellen, dass Leserinnen und Leser, die ruhiger erzählte Geschichten mögen, mehr Freude daran haben werden. Für mich persönlich fehlte jedoch über weite Strecken die Spannung und das gewisse Etwas, das mich komplett in eine Geschichte eintauchen lässt. Deshalb konnte mich das Buch leider nicht wirklich abholen.