Wirre Handlung vor spektakulärer Kulisse

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Das Cover von Meeresdunkel ist ein richtiger Hingucker, besonders der Farbschnitt. Und der Klappentext versprach gute Unterhaltung.
Zwei Familien aus Deutschland werden versehentlich auf die selbe Finca auf Mallorca gebucht. Es ist Herbst und aufgrund der Hitze des Sommers ist nun im Oktober Hochsaison. Da sich ein Sturm anbahnt und auch Internetempfang rar, arrangieren sich beide Familien fürs Erste. Henrike hat ihren Mann Hans nach Mallorca gelockt, für die Teenagerkinder Esmé und Finn ein Traum. Auf der anderen Seite Marie und Samuel mit ihrem etwas sonderbaren Sohn Juri, der trotz seiner acht Jahre wie ein Erwachsener spricht. Mit von der Partie auch Henrikes Bruder Freddie. Beide Ehepaare scheinen in der Krise zu stecken, merkwürdige Schwingungen breiten sich aus und dann ist plötzlich einer tot. Während der Sturm an der mallorquinischen Küste tobt, geben sich dem Leser erst mehr und mehr Rätsel auf, die dann in etwas wirren Schritten nur zögerlich aufgelöst werden. Hinzu kommen gelegentliche Rückblenden, die vermuten lassen, dass es vielleicht doch nicht alles Zufall ist. Leider sind die Figuren weitgehend unsympathisch (was an sich nicht unbedingt ein Problem sein muss), nervig und etwas flach. Die Handlung wird immer abstruser und die Auflösung am Ende etwas abrupt. Spannend und unterhaltsam, das auf jeden Fall. Aber hinter den Erwartungen zurückgeblieben.