Paradies mit finsteren Abgründen

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Der Kriminalroman „Meertotfrau“ auf Vorablesen zieht mich bereits mit dem brillant gestalteten Cover in den Bann. Das Zusammenspiel aus paradiesischen Meeresfarben und düsteren, bedrohlichen Elementen fängt das Herzstück der Geschichte visuell perfekt ein. Es signalisiert sofort, dass hinter der traumhaften Fassade Costa Ricas ein eiskaltes Verbrechen lauert. Dieser extrem gelungene, erste Eindruck setzt sich auf den ersten 27 Seiten der Leseprobe nahtlos fort. Christoph Kastenbauer wirft uns durch seinen direkt auf den Punkt gebrachten, bildhaften Schreibstil mitten in ein atmosphärisch dichtes Szenario. Mit feinem schwarzem Humor und einer Prise Urlaubsflair führt er uns an die Seite des unkonventionellen Ermittlers Richard „Costa Rico“ Graber. Doch das tropische Paradies bekommt sofort tiefe Risse, als ein brutaler Mordfall die Idylle erschüttert. Besonders faszinierend und gesellschaftlich hochrelevant ist die bereits früh angedeutete Verbindung zum Thema Haifinning. Dadurch gewinnt der Fall eine packende, tiefgründige Dimension. Christoph Kastenbauer gelingt hier ein absolut rasanter und vielversprechender Auftakt, der die Balance zwischen traumhafter Kulisse und menschlichen Abgründen meisterhaft hält. Nach diesen 27 Seiten bin ich restlos begeistert und will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ein echtes Highlight mit extrem hohem Suchtfaktor!