Enttäuscht

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„Meertotfrau“ von Christoph Kastenbauer handelt von Richard Graber, einem ehemaligen SEK-Beamten aus Berlin, der heute als Sicherheitschef eines Luxusresorts in Puerto Limón arbeitet. Als die verstümmelte Leiche einer jungen Touristin am Hotelstrand angespült wird, gerät er in einen Fall voller Gewalt, Gier und internationaler Kriminalität. Die Spur führt ins brutale Geschäft mit Haiflossen und zugleich zurück in Ricos eigene Vergangenheit. Die Grundidee klang für mich vielversprechend, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Der Schreibstil war leider gar nicht meins. Dadurch fiel es mir schwer, richtig in die Handlung hineinzufinden und ich habe mich stellenweise eher durch das Buch gequält. Auch die teils sehr brutalen Beschreibungen waren mir zu viel. Natürlich gehört Härte zu einem Thriller dazu, doch hier empfand ich manche Szenen eher abschreckend als spannungsfördernd. Zusätzlich haben mich einzelne Abschnitte im Lesefluss gestört. Sie wirkten auf mich teilweise verwirrend und haben es mir erschwert der Geschichte flüssig zu folgen. Auch die Spannung war für mich eher durchwachsen. Zwar gab es immer wieder Ansätze, die interessant waren, aber wirklich fesseln konnte mich die Handlung leider nicht. Mit den Protagonisten wurde ich ebenfalls nicht warm. Richard Graber hätte als Figur eigentlich viel Tiefe haben können, blieb für mich aber eher oberflächlich. Dadurch konnte ich keine richtige Verbindung zu ihm oder den anderen Charakteren aufbauen. Insgesamt hatte ich mir mehr von dem Buch erhofft.