holprig, vulgär und zu gewollt

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coffee2go Avatar

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Das Cover und der Titel haben mich angesprochen und waren leider auch schon das einzige Highlight des Buches. Der Schreibstil ist gewollt locker, soll ein Möchtegern-Clan-Image vermitteln, ist gespickt mit einer Aneinanderreihung von vulgären Begriffen, wirkt aber nicht verrucht oder passend, sondern zu gewollt. Die Charaktere sind durchwegs oberflächlich und unsympathisch dargestellt, sodass ich zu niemandem eine Bindung aufbauen konnte, nicht einmal im negativen Sinn, sie waren mir zu unbedeutend und egal. Costa Rico hat einen schwarzen Humor, hat eine problematische Vergangenheit und konsumiert laufend Drogen und Alkohol und benutzt Frauen als Sexobjekte, gleich wie sein Umfeld. Über seine Vergangenheit, seine Familie spricht er nicht gerne, man erhält nur Andeutungen, was ich schade finde, denn dies hätte seinen Charakter ein wenig Emotionalität und Menschlichkeit verliehen, somit bleibt er unnahbar und blass. Als einzigen Charakter finde ich das Faultier Fred Feuerstein liebenswert. Inhaltlich konnte mich der Fall auch nicht fesseln, die Handlungen waren sprunghaft, wechselhaft, verwirrend. Das größte Ausmaß nahmen Szenen mit körperlicher Gewalt an Menschen und Tieren, sexuelle Praktiken, Drogenkonsum und Handel und illegale Machenschaften ein. Die Schönheit Costa Ricas wird nicht gezeigt, nur in Bezug auf das Luxushotel negativ behaftet dargestellt, ansonsten dominieren Hai Finning, Drogen und Gewalt. Es wirkt alles zu übertrieben, zu gewollt, sodass es für mich nicht authentisch wirkt.
Den zweiten Teil werde ich nicht lesen, denn ich befürchte, dass sich die vulgären Redewendungen und die holprige, sprunghafte Erzählweise wiederholen werden.