Zu verwirrend und schräg - nicht meins

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venenorojo Avatar

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Ich war aufgrund des Klappentextes neugierig, auch wenn ich es schon schräg fand, einem ermittelnden Securitymenschen in Costa Rica, der ehemals im SEK angesiedelt war, Costa Rico zu nennen. Tja, und dann kam dieser "Krimi". Costa Rico ist der Sicherheitschef eines Nobelhotels in Puerto Limón. Oberthema könnte man wohl "Shark-Finning" nennen, das brutale Abschlachten von Haien für ihre Flossen, das leider mehr denn je exisitiert und ein reeles Problem darstellt. So weit, so gut. Leider ist das Thema zwar immer wieder erwähnt worden, allerdings mehr im Zusammenhang von Drogen, verwirrten Menschen, Halluzinationen und viel Sex. Als würde Costa Rica nur aus notgeilen Menschen bestehen, die sich mit irgendwelchen Drogen das Leben schön betäuben. Ich mag Krimis und Thriller durchaus, in der die Perspektive gewechselt wird oder auch durch die Zeit gesprungen wird. Das, was allerdings Christoph Kastenbauer hier macht, ist Verwirrung pur. Ich wusste manchmal gar nicht, was gerade real ist, was Traum, und wo man sich befindet.
Auf Droge hätte ich den Roman vielleicht noch witzig gefunden - so konnte ich ihm wenig abgewinnen, was sehr schade ist, denn sowohl das Thema rund um das Finning als auch Costa Rica als Land haben mich sehr interessiert. Da hätte man durchaus wesentlich mehr draus machen können. Die zwei Punkte gebe ich aufgrund des wichtigen Themas, und weil es mir gefallen hat, dass durchaus viel Spanisch im Buch vorkam.