Anders als erwartet
Ich habe den Titel und das Cover mit Bergmassiv und wirklich beeindruckender Farbwahl sehr geliebt und war direkt neugierig, das Buch zu lesen (gerade als eine Person, die selbst gerne wandert). Auch nach dem Klappentext war ich gespannt auf Wanderungen, Bergerfahrungen und das Reflektieren über Tourismus und wann daraus - wie im Fall des Mount Everest - auch Overtourism werden kann und wie man als selbst bergbegeisterte Person dann damit umgeht/sich positioniert. Leider haben die Themen im Buch dann kaum einen zentralen Platz eingenommen. Wir folgen einem mittelalten Mann, der halbreflektiert auf sein Leben schaut und - ausgehend von seiner Situation (verletzt im Berg) - dabei auch ohne roten Faden Stationen und Menschen in seinem Leben abklappert und dabei bspw. seinen geliebten Onkel verliert und von anderen Schicksalsschlägen spricht. Alles in allem: sicherlich ein gut zu lesendes Buch, aber Cover und Klappentext versprechen mehr und vor allem was anderes.