Berg- oder Talfahrt?
Zunächst möchte ich die Gestaltung und den Druck dieses hochwertigen Buches lobend erwähnen, Geruch und Haptik sind sehr angenehm.
Romane in oder rund um Berge lese ich mit Vorliebe und genau mit dieser Erwartungshaltung begann ich zu lesen.
Arthur befindet sich in einer Midlifecrisis, sein Leben befriedigt ihn nicht, also läuft er in den Bergen sich selbst davon in dem Versuch die Welt mit den Augen der Anderen zu sehen. Er ist kein angenehmer Protagonist, zunächst lethargisch und unbekümmert und dann voller blindem Aktivismus. Er ist sarkastisch, selbstironisch und lässt an vielen Dingen kein gutes Haar.
Der Autorin gelingt es sehr gut sich in diesen Protagonisten hineinzuversetzen und verweilt überwiegend in einem humorvollen aber klugen Schreibstil, der mich aber leider eher genervt hat und mich vom Text distanzierte. Außerdem ist es eine Herausforderung den roten Faden in der Handlung zu erkennen. Frau Meindl springt gerne von der Auflösung des geerbten Hauses über Arthurs Liebschaften bis zu einer ominösen Metallkiste.
Der zweite Teil des Romans widmet sich dann den Tagebucheinträgen Arthurs während seiner Mount Everest Besteigung . Hier komme ich eher auf meine Kosten, Bergfeeling, Abenteuer und endlich die angekündigte Kritik am Overtourism. Der Teil hat mir wirklich gut gefallen, ebenso der Schluss mit seiner Spielerei zwischen Wahrheit und Fiktion.
Es schadet nicht sich im österreichischen Vokabular aus zu kennen, mir waren einige Begriffe nicht geläufig.
Fazit: ein interessantes Leseerlebnis, aber mit Schwächen.
Romane in oder rund um Berge lese ich mit Vorliebe und genau mit dieser Erwartungshaltung begann ich zu lesen.
Arthur befindet sich in einer Midlifecrisis, sein Leben befriedigt ihn nicht, also läuft er in den Bergen sich selbst davon in dem Versuch die Welt mit den Augen der Anderen zu sehen. Er ist kein angenehmer Protagonist, zunächst lethargisch und unbekümmert und dann voller blindem Aktivismus. Er ist sarkastisch, selbstironisch und lässt an vielen Dingen kein gutes Haar.
Der Autorin gelingt es sehr gut sich in diesen Protagonisten hineinzuversetzen und verweilt überwiegend in einem humorvollen aber klugen Schreibstil, der mich aber leider eher genervt hat und mich vom Text distanzierte. Außerdem ist es eine Herausforderung den roten Faden in der Handlung zu erkennen. Frau Meindl springt gerne von der Auflösung des geerbten Hauses über Arthurs Liebschaften bis zu einer ominösen Metallkiste.
Der zweite Teil des Romans widmet sich dann den Tagebucheinträgen Arthurs während seiner Mount Everest Besteigung . Hier komme ich eher auf meine Kosten, Bergfeeling, Abenteuer und endlich die angekündigte Kritik am Overtourism. Der Teil hat mir wirklich gut gefallen, ebenso der Schluss mit seiner Spielerei zwischen Wahrheit und Fiktion.
Es schadet nicht sich im österreichischen Vokabular aus zu kennen, mir waren einige Begriffe nicht geläufig.
Fazit: ein interessantes Leseerlebnis, aber mit Schwächen.