Hochwertige Aufmachung mit inhaltlichen Schwächen

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amadeus Avatar

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Optisch ist dieses Buch ein absoluter Blickfang. Das Cover ist wunderschön gestaltet und das gesamte Buch wirkt in der Hand sehr hochwertig.

Auch inhaltlich blitzt an einigen Stellen ein feiner, angenehmer Humor auf, und die Natur- und Landschaftsbeschreibungen sind wirklich gelungen und atmosphärisch dicht.

Leider konnte mich die Geschichte insgesamt jedoch nicht überzeugen, da mir über weite Strecken der rote Faden fehlte. Das Buch wirkt streckenweise sehr wirr, fast so, als hätte die Autorin keinen klaren Plan gehabt, wohin die Reise eigentlich gehen soll.

Die Haupthandlung um den Protagonisten Arthur – das Erbe, das Ausräumen des Hauses seines Onkels und seine verschiedenen Partnerinnen – verliert sich immer wieder in Nebenschauplätzen.
Seine Liebe zu den Bergen und dem Wandern wirkt oft wie eine Flucht vor sich selbst. Auch das mysteriöse kleine Kästchen, dessen Inhalt nicht verraten wird, taucht zwar immer wieder auf, trägt aber nicht ausreichend zur Spannung bei.

Ein großer Kritikpunkt für mich persönlich war der politische Kontext. Die vielen eingewobenen Nazi-Bezüge und politischen Meinungen haben mir missfallen und zogen die ohnehin holprige Geschichte unnötig in die Länge.

Ein echter Lichtblick war dagegen der zweite Teil des Buches. Die Tagebucheinträge von Arthur selbst, in denen es um die Besteigung des Mount Everest geht, waren packend, klar strukturiert und emotional greifbar. Hier zeigt sich, welches Potenzial die Geschichte eigentlich gehabt hätte.

Fazit: Ein Buch mit tollen Einzelmomenten und einer wunderschönen Optik, das in der Gesamtheit der Handlung aber leider im unstrukturierten Durchschnitt stecken bleibt. Daher vergebe ich 3 Sterne