Mehr Midlife-Crisis als Himalaya
Schon auf den ersten Blick macht der Roman „Mehr Himmel, als gut für uns ist“ von Dominika Meindl optisch und haptisch vieles richtig. Das traumhafte Bergpanorama auf dem Cover und der Klappentext versprechen ein packendes Abenteuer zwischen den österreichischen Alpen und den eisigen Höhen des Himalaya. Wer hier allerdings einen reinen Abenteuerroman oder einen klassischen Reisebericht erwartet, wird überrascht – und vielleicht auch enttäuscht.
Dominika Meindl liefert stattdessen eine gesellschaftskritische, bisweilen sperrige Lebensgeschichte ab, die sich vor allem mit den Abgründen einer Midlife-Crisis, Beziehungsgeflechten und messerscharfer Satire beschäftigt.
Arthur, ein lethargischer Kulturförderbeamter beim Land Oberösterreich mit reichlich Freizeit, befindet sich mitten in einer tiefen Lebenskrise. Nach gescheiterten Beziehungen, einer Ehe samt Kind und der Räumung des Hauses seiner verstorbenen Tante flieht er in die Natur. Nach einer dramatischen Nahtoderfahrung im Toten Gebirge wächst in ihm der irre Drang, es mit dem höchsten Berg der Welt aufzunehmen: dem Mount Everest.
Der Roman ist dabei in zwei perspektivische Teile gegliedert:
Teil 1 (Arthur): Im ersten Teil erzählt Arthur selbst. Zwischen Alltagsbeobachtungen, Rückblenden auf seine Ex-Partnerinnen, Gedanken zur Popkultur und Tiererlebnissen (wie einer berührenden Gamsrettung).
Teil 2 (Johanna): Im zweiten Teil übernimmt Arthurs Ex-Partnerin Johanna das Wort. Sie analysiert seinen Charakter anhand seiner Tagebucheinträge von der Everest-Expedition, deckt seine Schummeleien und geklauten Textpassagen auf und bringt die blinden Flecken seiner Selbstwahrnehmung ans Licht.
„Mehr Himmel, als gut für uns ist“ ist kein klassischer Abenteuerroman, sondern eine vielschichtige, ironische Charakterstudie mit Fokus auf Overtourism und moderne Sinnkrisen. Wer sich auf den sprunghaften Aufbau und die eigenwillige Hauptfigur einlassen kann, erlebt ein interessantes Buch. Wer dagegen reine Bergromantik sucht, wird den Fokus der Buchbeschreibung schmerzlich vermissen.
Insgesamt ein solides, wenn auch nicht vollkommen ausgewogenes Leseerlebnis: 3,5 von 5 Sternen.
Dominika Meindl liefert stattdessen eine gesellschaftskritische, bisweilen sperrige Lebensgeschichte ab, die sich vor allem mit den Abgründen einer Midlife-Crisis, Beziehungsgeflechten und messerscharfer Satire beschäftigt.
Arthur, ein lethargischer Kulturförderbeamter beim Land Oberösterreich mit reichlich Freizeit, befindet sich mitten in einer tiefen Lebenskrise. Nach gescheiterten Beziehungen, einer Ehe samt Kind und der Räumung des Hauses seiner verstorbenen Tante flieht er in die Natur. Nach einer dramatischen Nahtoderfahrung im Toten Gebirge wächst in ihm der irre Drang, es mit dem höchsten Berg der Welt aufzunehmen: dem Mount Everest.
Der Roman ist dabei in zwei perspektivische Teile gegliedert:
Teil 1 (Arthur): Im ersten Teil erzählt Arthur selbst. Zwischen Alltagsbeobachtungen, Rückblenden auf seine Ex-Partnerinnen, Gedanken zur Popkultur und Tiererlebnissen (wie einer berührenden Gamsrettung).
Teil 2 (Johanna): Im zweiten Teil übernimmt Arthurs Ex-Partnerin Johanna das Wort. Sie analysiert seinen Charakter anhand seiner Tagebucheinträge von der Everest-Expedition, deckt seine Schummeleien und geklauten Textpassagen auf und bringt die blinden Flecken seiner Selbstwahrnehmung ans Licht.
„Mehr Himmel, als gut für uns ist“ ist kein klassischer Abenteuerroman, sondern eine vielschichtige, ironische Charakterstudie mit Fokus auf Overtourism und moderne Sinnkrisen. Wer sich auf den sprunghaften Aufbau und die eigenwillige Hauptfigur einlassen kann, erlebt ein interessantes Buch. Wer dagegen reine Bergromantik sucht, wird den Fokus der Buchbeschreibung schmerzlich vermissen.
Insgesamt ein solides, wenn auch nicht vollkommen ausgewogenes Leseerlebnis: 3,5 von 5 Sternen.