Der Ball war die ganze Zeit da

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owenmeany Avatar

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Beim Anschauen dieses Bilderbuchs, dem äußeren Anschein mit den herzigen Illustrationen und den dicken Pappseiten für Allerkleinste konzipiert, stellte sich mir die Frage, an wen sich dieses Werk tatsächlich wendet. Um mich über das "Artgerecht-Projekt", mit dem sich Nicola Schmidt vorstellt, zu informieren, las ich "Artgerecht durch den Familienalltag" und fand das ganze Konzept überzeugend, weil es sich abkehrend von Fundamentalismen jeglicher Art kompromisslos auf die legitimen Bedürfnisse der Kinder einlässt und Strategien vermittelt, die die Erziehungsberechtigen auch nicht überfordern.

Während einer abermaligen Lektüre konnte ich in dem Bilderbuch Punkt für Punkt abhaken, doch nun war es mir noch weniger klar, was dieses bezwecken soll. Vielleicht kann man anhand dessen den Allerkleinsten schon nahebringen, dass sich ihre Eltern pädagogisch korrekt verhalten, und dadurch ihr Urvertrauen optimieren? Aber das lernen sie doch viel besser in den konkreten hoffentlich geglückten Interaktionen. Und wir als Erziehungsberechtigte hätten die Kenntnisse nicht in dieser Form gebraucht - das Sachbuch mit all seinen Argumenten leuchtet da eher ein.

Überdies entsprechen die extrem verniedlichten Figuren gar nicht meinem Geschmack, sie dienen keineswegs dazu, die ästhetische Wahrnehmung von Kleinkindern zu entwickeln. Dazu gibt es künstlerisch höherwertige Beispiele.