Zu einseitige Thematik die Kinder mögen es aber
Im Buch geht es erneut um die Eichhörnchen-Geschwister Vincent und Sophia. Vincent kann seinen Ball nicht finden und ist wütend. Dieses Gefühl begleitet ihn durch den gesamten Tag – bis zum Schlafengehen.
Wer Kinder im Kleinkindalter hat, kennt solche oder ähnliche Situationen vermutlich. Umso mehr überrascht mich, wie kooperativ Vincent für sein Alter(Kitakind also zwischen drei und fünf)wirkt. Die Abfahrt in die Kita scheint sich durch seinen Frust nicht wesentlich zu verzögern, es gibt keine Anschnallproblematik und auch kein stundenlanges Begleiten seiner Gefühle. Stattdessen lässt Vincent sich relativ schnell darauf ein, in der Kita weiter nach seinem Ball zu suchen.
Auch dass sich die Thematik rund um den Ball tatsächlich über den gesamten Tag erstreckt, finde ich etwas unrealistisch. Meiner Erfahrung nach erleben Kinder ihre Gefühle zwar durchaus intensiv und ausdauernd, im Laufe des Tages entstehen jedoch häufig neue Konfliktpunkte, die dann ebenso viel Raum einnehmen können. Dass ein drei- oder vierjähriges Kind so lange an einem einzigen Wunschobjekt festhält, erscheint mir daher eher untypisch.
Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch verschiedene alltägliche Konfliktsituationen aufgreift, wie sie Familien mit Kleinkindern nur allzu vertraut sind: Das Brot ist falsch geschnitten, die falsche Kleidung wurde herausgelegt, auf dem Weg zur Kita wurde falsch abgebogen oder jemand hat den Lichtschalter zuerst betätigt. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Gerade diese sprunghaften, manchmal für Erwachsene kaum nachvollziehbaren Auslöser machen den Alltag mit kleinen Kindern schließlich so besonders.
Trotz meiner Kritik kam die Geschichte bei den Testleserinnen und Testlesern im Kitaalter gut an. Sie mochten das Buch gern – und das ist letztlich ebenfalls ein wichtiger Maßstab.
Wer Kinder im Kleinkindalter hat, kennt solche oder ähnliche Situationen vermutlich. Umso mehr überrascht mich, wie kooperativ Vincent für sein Alter(Kitakind also zwischen drei und fünf)wirkt. Die Abfahrt in die Kita scheint sich durch seinen Frust nicht wesentlich zu verzögern, es gibt keine Anschnallproblematik und auch kein stundenlanges Begleiten seiner Gefühle. Stattdessen lässt Vincent sich relativ schnell darauf ein, in der Kita weiter nach seinem Ball zu suchen.
Auch dass sich die Thematik rund um den Ball tatsächlich über den gesamten Tag erstreckt, finde ich etwas unrealistisch. Meiner Erfahrung nach erleben Kinder ihre Gefühle zwar durchaus intensiv und ausdauernd, im Laufe des Tages entstehen jedoch häufig neue Konfliktpunkte, die dann ebenso viel Raum einnehmen können. Dass ein drei- oder vierjähriges Kind so lange an einem einzigen Wunschobjekt festhält, erscheint mir daher eher untypisch.
Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch verschiedene alltägliche Konfliktsituationen aufgreift, wie sie Familien mit Kleinkindern nur allzu vertraut sind: Das Brot ist falsch geschnitten, die falsche Kleidung wurde herausgelegt, auf dem Weg zur Kita wurde falsch abgebogen oder jemand hat den Lichtschalter zuerst betätigt. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Gerade diese sprunghaften, manchmal für Erwachsene kaum nachvollziehbaren Auslöser machen den Alltag mit kleinen Kindern schließlich so besonders.
Trotz meiner Kritik kam die Geschichte bei den Testleserinnen und Testlesern im Kitaalter gut an. Sie mochten das Buch gern – und das ist letztlich ebenfalls ein wichtiger Maßstab.