Angemessenes Ende

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
florinda Avatar

Von

Alena Schröders 352 Seiten umfassender Roman "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" (ab dem 29.01.2026 unter der ISBN 978-3-423-28528-5 bei dtv) gefiel mir recht gut, auch, wenn ich - passend oder nicht - leider weder zum Buchtitel noch zum Cover eine positive Einstellung zu finden in der Lage bin.
Er verfügt über ein Lesebändchen und enthält nach der "Danksagung" hinten eine Leseprobe zu dem Debütroman der 1979 geborenen Journalistin und Schriftstellerin "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid". Dieser sowie ihr Werk "Bei euch ist es immer so unheimlich still" stehen in Zusammenhang mit ihrem aktuellen Buch, alle sind jedoch in sich abgeschlossen und deshalb unabhängig voneinander verständlich.
In dem "Berlin 1989" betitelten Prolog treffen sich die im Berliner Notaufnahmelager Marienfelde tätige Ärztin Evelyn Borowski und die aus der DDR kommende Marlen Engels.
Anschließend führt die in 2 Handlungssträngen erzählte Geschichte in den Ort Güstrow im Jahr 1945 zu der damals 14-jährigen Marlen. Im anderen, 2023 in Berlin angesiedelten Strang begegnen wir Evelyns Enkelin Hannah.
In einem angenehm lesbaren Schreibstil verwebt die Autorin historisches Geschehen wie beispielsweise den Massensuizid von Demmin mit einer im wahrsten Sinne das Wortes "malerisch" unterlegten Erzählung, welche die Verbindung Borowski-Engels erklärt und in einen "Berlin 1990" überschriebenen Epilog mündet.
Fazit:
Leseempfehlung!