Berührend, klug erzählt und atmosphärisch

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Mit „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ hat Alena Schröder erneut einen sehr gelungenen Roman vorgelegt. Ich habe die ersten beiden Teile der Reihe bereits gelesen und sehr geliebt, wurde aber auch diesmal nicht enttäuscht. Gleichzeitig lässt sich dieser Band problemlos unabhängig von den Vorgängern lesen.

Die Geschichte entfaltet sich in zwei Zeitschichten: ab 1945 begleiten wir die Künstlerin Wilma und die junge Waise Marlen, während die zweite Handlung im Jahr 2023 spielt und Hannah in den Mittelpunkt stellt, die man bereits aus den vorherigen Büchern kennt. Beide Handlungsstränge sind spannend angelegt und fügen sich nach und nach stimmig zusammen.

Die Figuren sind lebendig und vielschichtig, der Schreibstil der Autorin gewohnt einfühlsam, atmosphärisch und flüssig. Besonders gut gefallen hat mir auch das Cover, das sehr geschmackvoll gestaltet ist und einen hohen Wiedererkennungswert besitzt.

Mein Fazit: Ein emotionaler, klug erzählter Roman und ein starker dritter Teil der Familiensaga — absolut empfehlenswert.