ein Gemälde, zwei Frauen - aber wo ist die Verbindung?
Der Beginn war äußerst vielversprechend. Die klare, leicht zugängliche Sprache hat mir einen sofortigen Zugang zu dem Buch ermöglicht. Die beiden Zeitebenen, Marlens Leben ab 1945 und Hannah im Jahr 2023, machten es vielfältig und abwechslungsreich. Durch die unterschiedlichen Zeiträume ließen sich beide Stränge mühelos auseinanderhalten.
Der Prolog, der im Jahr 1989 spielt, schafft über Evelyn, die als Ärztin im Notaufnahmelager in Westberlin arbeitet, eine zarte Verbindung zwischen Marlen und Hannah, die sich selbst nie begegnet sind.
Nicht nur Evelyn ist ein verbindendes Element dieser beiden Frauen, sondern auch eine kleine Leinwand, die im Jahr 1945 in den Besitz von Marlen gekommen ist, als sie sich vor den russischen Soldaten in einem verlassenen Forsthaus versteckt. Die Verbindung über die Leinwand wurde nur kurz angerissen und machte neugierig. Ich habe mir unweigerlich die Frage gestellt, welchen Einfluss die Leinwand auf das Leben der beiden Frauen haben wird.
So angenehm sich diese beiden Handlungsstränge lesen ließen, hat mir doch der klare Bezug zueinander gefehlt. Das Cover suggeriert, dass es sich hierbei um das Gemälde handelt. Deshalb habe ich lange Zeit darauf gewartet, dass die Stränge aktiv miteinander verknüpft werden, wurde jedoch enttäuscht. Vor allem bei Hannah wird nur in einem Nebensatz erwähnt, dass sie die Leinwand vergeblich gesucht hat und die rechtmäßige Erbin wäre. Aber was ihre Familie damit zu tun hat, bleibt völlig unklar. Ich wusste, dass es von der Autorin ein weiteres Buch gibt, habe jedoch angenommen, dass sie sich eigenständig lesen lassen. Dies ist wohl eher nicht der Fall. Und so bleibt für mich die Geschichte um Hannah unvollständig und im luftleeren Raum hängen. Da hätte ich mir weitere Informationen gewünscht, die wahrscheinlich in einem anderen Band zum Tragen gekommen sind. Trotz dieser offenen Fragen motiviert mich das Buch nicht, nun auch noch das zweite zu lesen und mehr zu erfahren.
Wenn die Verbindung dieser beiden Stränge so lose ist, was ist dann der Inhalt dieses Buches? In der Bewerbung des Romans habe ich gelesen, dass die Autorin der Frage nachspürt „was wir unseren Eltern schulden und welches Erbe sie uns mitgeben“. Ich gebe zu, diese Aussage hat Charme und seine Berechtigung, ohne diesen Hinweis hätte ich diesem Aspekt aber keine Beachtung geschenkt, da er für mich nicht klar erkennbar war.
Fazit: Ohne Kenntnis des ersten Bandes bleibt vor allem Hannahs Geschichte für mich unvollständig, wodurch der Roman insgesamt unausgewogen wirkt.
Der Prolog, der im Jahr 1989 spielt, schafft über Evelyn, die als Ärztin im Notaufnahmelager in Westberlin arbeitet, eine zarte Verbindung zwischen Marlen und Hannah, die sich selbst nie begegnet sind.
Nicht nur Evelyn ist ein verbindendes Element dieser beiden Frauen, sondern auch eine kleine Leinwand, die im Jahr 1945 in den Besitz von Marlen gekommen ist, als sie sich vor den russischen Soldaten in einem verlassenen Forsthaus versteckt. Die Verbindung über die Leinwand wurde nur kurz angerissen und machte neugierig. Ich habe mir unweigerlich die Frage gestellt, welchen Einfluss die Leinwand auf das Leben der beiden Frauen haben wird.
So angenehm sich diese beiden Handlungsstränge lesen ließen, hat mir doch der klare Bezug zueinander gefehlt. Das Cover suggeriert, dass es sich hierbei um das Gemälde handelt. Deshalb habe ich lange Zeit darauf gewartet, dass die Stränge aktiv miteinander verknüpft werden, wurde jedoch enttäuscht. Vor allem bei Hannah wird nur in einem Nebensatz erwähnt, dass sie die Leinwand vergeblich gesucht hat und die rechtmäßige Erbin wäre. Aber was ihre Familie damit zu tun hat, bleibt völlig unklar. Ich wusste, dass es von der Autorin ein weiteres Buch gibt, habe jedoch angenommen, dass sie sich eigenständig lesen lassen. Dies ist wohl eher nicht der Fall. Und so bleibt für mich die Geschichte um Hannah unvollständig und im luftleeren Raum hängen. Da hätte ich mir weitere Informationen gewünscht, die wahrscheinlich in einem anderen Band zum Tragen gekommen sind. Trotz dieser offenen Fragen motiviert mich das Buch nicht, nun auch noch das zweite zu lesen und mehr zu erfahren.
Wenn die Verbindung dieser beiden Stränge so lose ist, was ist dann der Inhalt dieses Buches? In der Bewerbung des Romans habe ich gelesen, dass die Autorin der Frage nachspürt „was wir unseren Eltern schulden und welches Erbe sie uns mitgeben“. Ich gebe zu, diese Aussage hat Charme und seine Berechtigung, ohne diesen Hinweis hätte ich diesem Aspekt aber keine Beachtung geschenkt, da er für mich nicht klar erkennbar war.
Fazit: Ohne Kenntnis des ersten Bandes bleibt vor allem Hannahs Geschichte für mich unvollständig, wodurch der Roman insgesamt unausgewogen wirkt.