Familienroman einmal anders

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crazy_kaktus Avatar

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Es ist nicht das erste Buch von Alena Schröder das ich gelesen habe und es wird nicht das letzte sein. Ich mag diese Autorin und ihren Schreibstil. Daher habe ich mir sehr bewusst dieses Buch ausgesucht und mit Vorfreude gestartet. Ich wurde nicht enttäuscht.
In mein ganzes Leben verfolgen wir zwei Handlungsstränge. Einer spielt in Berlin im Jahr 2023 und beschreibt das Leben von Hannah. Sie ist Mitte dreißig, lebt mit ihrere besten Freundin Ruby zusammen und macht einen sinnstiftenden Job. Sie habt ihre Oma und Mutter vor langer Zeit verloren und ihren Vater kennt sie nicht. Trotz allem führt sie ein nicht unglückliches Leben.
Erst als Ruby schwanger wird und auszieht und ihr Vater plötzlich auftaucht und Behauptungen über ihre Mutter preisgibt, gerät ihr Leben aus der Bahn.

Im zweiten Handlungsstrang geht es um Marlen und ihr Leben in Güstrow von 1945-1961. Eine schwere Zeit, in der sie als Waise von Wilma aufgenommen wird. Diese lebt zusammen mit Burgel, eine merkwürdige alte Haushälterin auf einem Hof. Im beginnenden Sozialismus wird Wilma eine gefragte Malerin und Marlen lernt sehr viel von ihr. Die drei Frauen gewohnen sich aneinander und unterstützen sich in einer ruhigen unausgesprochenen Art. Auch die Rückkehr des kriegsversehrten Manns von Wilma übersteht die Frauengemeinschaft gut. Also jedoch Marlen sich verliebt droht die Wahlfamilie zu zerbrechen.

Besonders gut gefallen hat mir in diesem Buch die vielen Frauenfiguren und ihre feingezeichneten Charaktere. Die Handlung ist trotz zwei Handlungssträngen stringent und verständlich. Nur am Anfang und am Ende überschneiden die Geschichten sich kurz. Eine Verbundenheit der Personen miteinander ist aber immer spürbar.