Fesselnder Abschluss der Trilogie

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marie aus e Avatar

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Wie bereits die beiden Vorgängerbände ist auch hier das Cover wieder ein Hingucker.
Aber viel wichtiger: auch die Handlung hat mich gleich wieder völlig gefesselt.
Für Quereinsteigende ist das Lesen auch ohne Vorkenntnisse gar kein Problem, man kann gut folgen. Perfekt wird es natürlich, wenn man diese kennt.

Das Buch spielt wieder in zwei Zeitebenen.
Einmal in Güstrow, beginnend am Kriegsende und dann weiterspielend in der Nachkriegszeit im ostdeutschen Teil Deutschlands. Hier bilden drei Frauen eine Schicksalsgemeinschaft und ihr Leben berührt sehr.

In Berlin treffen wir dann im Jahr 2023 Hannah wieder, die schon aus den Vorgängerbänden bekannt ist. Ihr Vater will nach dreißig Jahre ohne Kontakt auf einmal an ihrem Leben teilhaben, gleichzeitig zieht ihre beste Freundin aus und Hannah muss sich neu sortieren.

Das Buch schafft es, dass mich beide Erzählstränge gleichermaßen fesseln, interessieren und berühren. Das ist eine hohe Kunst, meist habe ich bei solchen Gestaltungen einen klaren Favoriten und die andere Erzählebene ist mehr ein Anhängsel, hier nicht.
Die Charaktere sind authentisch, alle weiblichen Personen auf ihre Weise liebenswert oder zumindest respektabel.
Die Männer hingegen - sowohl in Vergangenheit als auch in der Gegenwart, tja.

Einzig kleine Irritation: die Verknüpfung der zwei Ebene über eine Bildersuche fand ich seltsam und nicht wirklich überzeugend.

Ich habe hier sowohl Hörbuch als auch die gedruckte Ausgabe zu Hause und möchte keines davon missen.
Das Hörbuch wurde von Julia Nachtmann gesprochen und sie hat es geschafft, allen Charakteren eine Stimme zu geben.
Ich habe ihr total gern zugehört, für mich ist sie hier die perfekte Besetzung.
Die acht Stunden fünfundfünfzig Minuten sind viel zu schnell vergangen.

Ich lese selten Bücher ein zweites Mal, aber die Trilogie kommt in das immerwährende Bücherregal und darf nicht weiterziehen.
Mein Januarhighlight!