Gelungener Abschlussband
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel spielt - wie auch die vorherigen Bände - in zwei Zeitebenen. Im Jahr 2023 treffen wir erneut auf Hannah, die wir aus Band 1 gut kennen. Trotz anderer Lebensumstände hat sie wieder ein paar Komplikationen zu meistern, zB zieht ihre beste Freundin aus, dafür taucht ihr Vater plötzlich auf der Bildfläche auf. In der anderen Zeitebene treffen wir auf Marlen und Wilma Engels, die sich nach dem zweiten Weltkrieg begegnen und die wir bis in die 60er Jahre hinein begleiten. Marlen und Hannah sind miteinander verbunden, was im Epilog des Buches aufgelöst wird. Daneben haben die Protagonistinnen gemeinsam, dass beide eher passiv sind. Besonders von Hannah hätte ich mir nach Band 1 mehr Aktionismus gewünscht. Am Ende des Romans gibt es eine Charakterentwicklung, für mich war diese jedoch zu schnell und knapp erzählt. Marlen hätte ich gewünscht, dass sie sich mehr für sich einsetzt. Außerdem hätte ich gern erfahren, wie ihr Leben noch weiterverlaufen ist.
Das Buch liest sich gut weg, obwohl der historische Kontext des Kriegsendes, Wiederaufbaus und Mauerbaus nun keine leichte Kost ist. Hier hätte ich mir gewünscht, dass in Marlens Perspektive mehr auf die damaligen Entwicklungen eingegangen wird. So wirkte die Geschichte ein bisschen zu „leicht“. Ich hätte mir also insgesamt mehr Tiefe gewünscht, sowohl in der Entwicklung der Charaktere als auch im historischen Setting. Als dritten Band reiht sich das Buch gelungen in die vorherigen ein und ich finde die ganze Reihe der verschiedenen Generationen durchaus lesenswert.
Das Buch liest sich gut weg, obwohl der historische Kontext des Kriegsendes, Wiederaufbaus und Mauerbaus nun keine leichte Kost ist. Hier hätte ich mir gewünscht, dass in Marlens Perspektive mehr auf die damaligen Entwicklungen eingegangen wird. So wirkte die Geschichte ein bisschen zu „leicht“. Ich hätte mir also insgesamt mehr Tiefe gewünscht, sowohl in der Entwicklung der Charaktere als auch im historischen Setting. Als dritten Band reiht sich das Buch gelungen in die vorherigen ein und ich finde die ganze Reihe der verschiedenen Generationen durchaus lesenswert.