Generationenroman mit einer guten Mischung aus Ernsthaftigkeit und cleverem Witz

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oneveganbooknerd Avatar

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Güstrow 1945
Die 14jährige Marlen versteckt sich vor den Soldaten in der Schublade einer Kommode. Als sie sich aus ihrem Versteck heraus traut begegnet sie Wilma, welche sie kurzerhand bei sich aufnimmt. Wilma selbst trägt ein Geheimnis in sich und ist bald mehr auf Marlen angewiesen als ihr lieb ist.
Berlin 2023
Hannah, 34 Jahre alt, wird mit dem plötzlichen Auftauchen ihres Vaters konfrontiert, den sie noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen hat. Er beteuert, immer Kontakt zu ihr gewollt zu haben, doch dass dies ihre Mutter und Großmutter verhinderten. Da weder ihre Mutter noch ihre Großmutter am Leben sind, ist Hannah einer Entscheidung ausgesetzt: Glaubt sie den beiden Frauen, die ein Leben lang für sie da waren, oder dem fremden Mann, der plötzlich und völlig unerwartet auftaucht? Und wieso meldet er sich gerade jetzt? Hannah hat das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.


"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" war mein erstes Buch von Alena Schröder und ich habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich dazu neige, bei mehreren Zeitebenen stets eine zu präferieren. Aber hier waren beide Ebenen gleichermaßen spannend und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich habe sofort in die Story reingefunden und ich konnte mich sehr schnell auf den"Szenenwechsel" einlassen. Am liebsten mochte ich Marlen und ihre intrinsische, künstlerische Ambition, die so stark ist, dass sie sich einfach ihren Weg bahnt.
Was mir besonders am Roman aufgefallen ist und ich richtig gut fand, war der fliegende Wechsel zwischen Ernsthaftigkeit und leichtem Witz. Das hätte auch gut in die Hose gehen können, aber nein, hier hat es einfach punktgenau gesessen.
Die anderen Bücher von Alena Schröder mag ich nun auch unbedingt lesen.