Hat mich leider nicht überzeugt...

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leseratte_vorablesen Avatar

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"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" war das erste Buch, dass ich von der Autorin Alena Schröder gelesen habe,. Mir gefiel die Kurzbeschreibung und beim Stichwort "Familiensaga" war mir nicht klar, dass der vorliegende Roman quasi der dritte Teil einer Reihe ist, beginnend mit "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹" und fortgesetzt mit ›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹. So kann ich leider nicht sagen, ob meine Kritikpunkte mit Kenntnis der Vorgeschichte(n) entfallen wären.
Im Mittelpunkt des aktuellen Bandes stehen wieder Frauenschicksale auf zwei Zeitebenen: im Berlin der Gegenwart schlägt das Leben der 34jährigen Hannah Borowski  gerade hohe Wellen, als ihre Freundin und Mitbewohnerin Rubi schwanger zu ihrem Freund zieht und Hannah zurück lässt, gleichzeitig ihr eigener Vater, zu dem sie bislang nie Kontakt hatte, sie plötzlich besucht und ihr quasi Anschluss an seine Familie anbietet
Die zweite Zeitebene ist Güstrow unmittelbar nach Kriegsende. Hier rettet die junge Malerin Wilma die 14jährige Marlen vor russischen Soldaten und nimmt sie bei sich auf.
Mchr persönlich hat das Hin-und Herspringen auf den Zeitebenen aus dem Lesefluss gerissen, denn die Vergangenheit schreitet schneller voran als der Erzählstrang der Gegenwart. Insgesamt war mir die Verknüpfung der Frauebschicksale auch zu unbedeutend. Generell konnte ich zu keiner der Frauen, ihren Gefühlen und Motiven, wirklich einen Bezug aufbauen. Sie waren mir alle eher unsympathisch.