lässt einen nicht los

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
liesdochmaleinbuch Avatar

Von

Der Erzählstil der Autorin gefällt mir auch in diesem Buch wieder richtig gut, die Geschichte der Frauen und die zugehörigen Zeitstränge sind eng verwoben, überlagern such zu einer Geschichte in der es um Familie, Identität und Heimat geht.
Die Malerei als zentrales Motiv gibt der Geschichte einen fast schon ätherischen, greifbaren und gleichzeitig aber auch unbarmherzigen Touch, was vermutlich mit Wilmas Figur zusammenhängt.

Aber die Geschichte dieser zentralen Frauenfiguren ist auch eine Geschichte der Männer in ihrem Leben und dem Raum, den sich die Frauen erkämpfen und zurückerobern. Bin ehrlich, die paar Männer, die hier eine zentralere Rolle spielen, kommen nicht unbedingt gut bei weg, wobei man den Generationsshift schon deutlich merkt.

Es ist die Geschichte davon, wie die Protagonistinnen ihren Platz in der Welt finden und alle auf ihre Weise ihren Weg gehen. Die Geschichte scheut sich nicht hässlich zu sein, unangenehme Gefühle, Verrat und Enttäuschung abzubilden.

Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, durch die intensive, sich verdichtende Erzählung war man nah dran an der Geschichte, die einen nicht loslässt.