Leinwand des Lebens
Alena Schröders Roman „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ trägt klar ihre Handschrift. Sowohl der ungewöhnliche Aufbau des Titels als auch die Erzählstruktur mit Protagonisten aus zwei Zeitebenen sind typisch für ihre Werke. Bereits das ansprechend im Stil einer Leinwand gestaltete Cover überzeugt und macht das Buch zu einem echten Blickfang, den man gerne auf dem Couchtisch liegen hat.
In der Gegenwart erzählt der Roman von Hannah, deren Vater nach über 30 Jahren plötzlich mitsamt seiner Familie wieder in ihrem Leben erscheint. Hannah sucht nach den Gründen für sein spätes Auftauchen und steht vor der Frage, wem sie eigentlich glauben kann.
Die zweite Erzählebene führt in die Vergangenheit, von den 1940er- bis in die 1960er-Jahre. Hier begleitet man Marlen, die im Krieg ihre Familie verliert und von der Malerin Wilma gerettet wird. Bei ihr lernt Marlen nicht nur das Malen - es entsteht eine von Abhängigkeiten geprägten Zweckgemeinschaft. Eine besondere (und für den Roman namensgebende) Rolle spielt eine Leinwand, die Marlen im Versteck vor den Russen findet und immer wieder neu bemalt – sie wird zum Spiegel ihres Lebens.
Verwunderlich ist, dass die beiden Erzählebenen bis zum Schluss kaum Berührungspunkte haben, obwohl der Spannungsbogen für den Leser darauf hinarbeitet. Trotzdem überzeugt der Roman durch Atmosphäre und Tiefe.
In der Gegenwart erzählt der Roman von Hannah, deren Vater nach über 30 Jahren plötzlich mitsamt seiner Familie wieder in ihrem Leben erscheint. Hannah sucht nach den Gründen für sein spätes Auftauchen und steht vor der Frage, wem sie eigentlich glauben kann.
Die zweite Erzählebene führt in die Vergangenheit, von den 1940er- bis in die 1960er-Jahre. Hier begleitet man Marlen, die im Krieg ihre Familie verliert und von der Malerin Wilma gerettet wird. Bei ihr lernt Marlen nicht nur das Malen - es entsteht eine von Abhängigkeiten geprägten Zweckgemeinschaft. Eine besondere (und für den Roman namensgebende) Rolle spielt eine Leinwand, die Marlen im Versteck vor den Russen findet und immer wieder neu bemalt – sie wird zum Spiegel ihres Lebens.
Verwunderlich ist, dass die beiden Erzählebenen bis zum Schluss kaum Berührungspunkte haben, obwohl der Spannungsbogen für den Leser darauf hinarbeitet. Trotzdem überzeugt der Roman durch Atmosphäre und Tiefe.