Nicht so gut wie die ersten beiden Bücher

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hornita Avatar

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Die ersten beiden Bücher von Alena Schröder habe ich mit Begeisterung gelesen und dieses hat mich leider ein bisschen enttäuscht. Die Autorin bleibt mit vielen Frauenfiguren und ihren Beziehungen ihrem Thema treu, allerdings fühlt es sich wie eine Wiederholung an, es liest sich nicht wie etwas Neues. Das Buch teilt sich in zwei Zeitebenen auf, zum einen die Nachkriegszeit und dann die Gegenwart. In beiden Ebenen gibt es wechselnde Perspektiven, was das Lesen abwechslungsreich macht. Die Nachkriegszeit fand ich allerdings schwächer, die Charaktere nicht so greifbar und streckenweise etwas langatmig. Die Gegenwart mit dem Hauptmotiv Familie und Wahlfamilie hat mir dagegen gut gefallen. Die beiden Erzählstränge werden erst am Ende zusammengefügt, sie sind nur durch eine Leinwand miteinander verbunden, was etwas dürftig und willkürlich wirkt. Da habe ich mehr Substanz erwartet, weshalb die Spannungskurve dann abrupt abfällt. Auch der Prolog lässt einiges angedeutet, das hätte klarer und intensiver ausgearbeitet werden können. Insgesamt kein schlechtes Buch, aber im Vergleich zu den Vorgängern fällt es deutlich ab.