Spannende Geschichte
Da ich schon mehrere Bücher von Alena Schroeder kenne, war ich auch auf ihr neustes Werk mit dem originellen Titel "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" sehr gespannt. Und wie erwartet, hat die Autorin wieder einmal spannende Leseunterhaltung vom Feinsten geboten! Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen immer kapitelweise wechselnd, was das Ganze sehr sehr kurzweilig und abwechslungsreich gestaltet. Der Schreibstil ist geradezu sogartig, ich war von Beginn an in der Story drin und mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Im Mittelpunkt stehen drei starke Frauenfiguren, die alle sehr mochte u. sie mir gut vorstellen konnten, da Alena Schroeder sie extrem authentisch schildert. In der Gegenwart lernen wir Hannah kennen, die gerade darunter leidet, dass ihre beste Freundin Rubi sie "verlässt", die beiden hatten eine gemeinsame WG in Berlin, doch nun ist Rubi schwanger u. zieht mit ihrem Freund aufs Land. Hannah bleibt einsam und frustriert zurück und zu allem Unglück taucht auch noch ihr Vater, den sie gut wie gar nicht kennt, da ihre Mutter ihn ihr vorenthalten hat, auf und möchte plötzlich engen Kontakt zu ihr, was Hannah immens überfordert. Im Teil, der in der Vergangenheit spielt, genauer gesagt 1945, lernen wir Wilma kennen, die in Güstrow lebt und beim Einzug der Russen zum Ende des Zweiten Weltkrieges eine Waise in ihrem Hause beherbergt, die auf der Flucht ist. Die beiden nähern sich an, doch das Ganze wird kompliziert, da Wilma ein Geheimnis hat, das nicht ans Licht kommen soll. Was all die Frauen über die vielen Jahrzehnte hinweg verbindet, möchte ich gar nicht weiter erläutern, um nicht zu viel zu verraten! Alena Schroeder hat eine wunderbare Geschichte geschrieben, die mich extrem spannend unterhalten hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dafür gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!