Wer bin ich?

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Die Autorin erzählt weiter über Hannah, Silvia und Evelin Borowski. Neu dazu kommt Marlen. Gemeinsam haben sie den Ort Güstrow in der ehemaligen DDR und ein unbekanntes Gemälde. Ein Bild das die Frauen Borowski suchen und das Marlen zufällig am Ende des Krieges gefunden hat. Sie weiß nichts über das Bild nur das es ihr gefällt und auf eine eigene Art und Weise ihr Halt gibt. Das Buch wird über mehrere Zeitebenen und aus den verschiedenen Sichten der Frauen erzählt. Etwas anstrengend wenn man dieses Buch als Erstes liest, durch die beiden vorherigen Bände bin ich an dien Schreibsti der Autorin gewöhnt.
1945 trifft Marlen auf Wilma einer Künstlerin die sie unter ihre Fittiche nimmt, gemeinsam bauen sie sich in der entstehenden Republik ein Leben auf, obwohl es Marlen zu eng wird, nimmt sie sich Wilma zuliebe zurück. 1989 trifft Evelin auf Marlen sie nähern sich an. 2023 ist es Hannah die mit ihrem Leben nicht zurecht kommt, weil auf einmal der unbekannte Vater ihre Nähe sucht. Alles was bisher richtig und gut war wird über den Haufen geschmissen.
Die Zerrissenheit zwischen den Wünschen, Lebensentwürfen und den Verwerfungen durch das Zeitgeschehen und die äußeren Umstände stellt die Autorin sehr detailliert, verständig und mit einem passenden Maß an Emotionen dar. Ich konnte mich in die Frauen hinein fühlen. Verständnis für ihr Verhalten aufbringen. Vor allem weil ich die Ereignisse immer nur von außen betrachtet habe und nie erleben musste.
Die Titel sind sperrig, nicht gefällig, genau wie das Leben. Spannend erzählt, ich bin gespannt was der Autorin als Nächtes einfällt, nach dem die Geschichte der Borowski Frauen aus erzählt ist.